AUGUSTFEHN - Nach Schulschluss steht für etliche Jugendliche, die das Gymnasium in Westerstede besuchen, die tägliche Rückfahrt in die Gemeinde Apen an. Auf das Problem überfüllter Busse der Linie 360 Westerstede-Augustfehn hat jetzt die unabhängige Wählervereinigung Bürger für Bürger (BfB) hingewiesen. Die Kommunalpolitiker waren von dem Schüler André Wessels der Klasse 10 b auf die seiner Meinung nach unhaltbare Situation aufmerksam gemacht worden.

In einem Schreiben wandte sich die BfB nun an den Landkreis Ammerland. „Es werden auf dieser Linie zwei Busse eingesetzt, die gegen 13.25 Uhr werktags nach der sechsten Stunde von der Haltestelle – Gymnasium – abfahren. Die Busse sind meistens überfüllt. Es müssen sehr viele Schüler im Gang stehen und sind somit einer hohen Unfallgefahr ausgesetzt“, beschreibt Volkmar Siems die Lage. Er bittet den Landkreis zu überdenken, ob ein zusätzlicher Bus auf dieser Linie eingerichtet werden könne oder der Einsatz eines größeren Fahrzeugs, beispielsweise eines Gelenk- oder ein Doppeldecker-Busses, denkbar wäre.

„Wenn wir einen Hinweis bekommen, dann gehen wir dem natürlich nach. Wir haben sofort reagiert und werden die Angelegenheit prüfen“, erklärte der Leiter des Kreisschulamtes, Horst Caspers. In einem Schreiben sei die Weser-Ems-Bus GmbH als Konzessionsträger über die Sache informiert worden.

„Stehplätze sind zwar grundsätzlich erlaubt, aber auch dort gibt es eine Obergrenze. Wir brauchen allerdings verlässliche Zahlen“, betonte Caspers. Die Busgesellschaft werde deshalb in Kürze eine Zählung vornehmen und eine Woche lang die Nutzung des Busses überprüfen. Das Ergebnis sei die Grundlage weiterer Beratungen.