Aurich - Der Auricher Windenergieanlagenbauer Enercon stellt sich in der Geschäftsführung neu auf. Anlass ist der Abgang von Urgestein Stefan Lütkemeyer. Der 56-Jährige, seit Ende 2020 „Chief Sales Officer“ (CSO/Vorstand für globalen Vertrieb), wird das Unternehmen Ende November 2022 auf eigenen Wunsch verlassen und sich im Windenergie-Bereich selbstständig machen, wie Enercon am Dienstag mitteilte. Sein Amt lege er bereits zum 31. März nieder, werde das Unternehmen aber bis Ende November noch bei Sonderaufgaben unterstützen.

Der Diplom-Ingenieur ist seit 1996 bei Enercon im Vertrieb tätig. Im Jahr 2000 stieg Lütkemeyer zum Leiter Vertrieb Deutschland und 2006 zum Leiter Vertrieb national und international auf.

Enercon kündigte an, die kundenorientierten Funktionen auf Geschäftsleitungsebene neu organisieren zu wollen. Die Funktion des CSO sei künftig für alle Bereiche mit direktem Kundenkontakt verantwortlich und führe neben dem Vertrieb auch das Projektmanagement und den Service inklusive der Regionen. Als Nachfolger für Lütkemeyer hat Enercon die gleichrangige Doppelspitze Ulrich Schulze Südhoff und Frederic Maenhaut benannt. Sie verantworteten zuletzt das Regionalgeschäft in Mittel- und Nordeuropa beziehungsweise Westeuropa bei Enercon.

Jörg Schürmeyer
Jörg Schürmeyer Thementeam Wirtschaft