AURICH/HANNOVER - Nach dem Fund von PCB-belasteten Eiern in Nordrhein-Westfalen sind nun auch im Kreis Aurich zwei Legehennenbetriebe gesperrt worden. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Hannover handelt es sich um zwei größere Betriebe mit konventioneller Freilandhaltung.

Alle ausgelieferten Eier der beiden ostfriesischen Betriebe wurden bereits zurückgerufen, wie eine Ministeriumssprecherin in Hannover sagte. Es könnten aber noch Eier bei den Verbrauchern sein. Die Behörden warnten vor dem Verzehr. Weitere Betriebe in der Region sollen kontrolliert werden, um die Quelle stärker einzugrenzen.

Die erhöhten Werte in den ostfriesischen Betrieben mit insgesamt 2800 Legehennen in drei Ställen wurden bei Eigenkontrollen festgestellt, wie eine Sprecherin sagte. Am 2. April wurden die Proben genommen und anschließend an ein Labor in Kiel übergeben.

Bei den Untersuchungen wurden sogenannte Summengehalte des dioxinähnlichen PCB von 7,74 beziehungsweise 19,5 Pikogramm pro Gramm Fett festgestellt. Der zugelassene Höchstgehalt liegt bei 5,0 Pikogramm pro Gramm Fett.

Gewarnt wurde vor dem Verzehr von Eiern mit den Erzeugercodes 1-DE-0354451, 1-DE-0354452, 1-DE-0354453, 1-DE-0352691. Wie viele Eier in den Handel gelangt sind, ist noch unklar. Die Vertriebswege würden derzeit noch ermittelt, sagte die Sprecherin. Über welchen Zeitraum die belasteten Eier ausgeliefert wurden, ist ebenfalls noch ungeklärt. In der Regel gebe es alle zwei bis drei Monate Eigenkontrollen in den Betrieben.