AURICH/HANNOVER - Die Vorgehensweise der Behörden nach dem Fund Dioxin-belasteter Eier in Niedersachsen ist nach Ansicht des Agrarministeriums nicht zu beanstanden. Formal seien alle Vorgaben eingehalten worden, teilte das Ministerium am Dienstag in Hannover mit. „Wir hätten uns aber gewünscht, früher über die Sperrung des Hofs informiert zu werden“, sagte eine Sprecherin.

Der Landkreis Aurich hatte bereits im September vergangenen Jahres einen Biohof wegen auffälliger Werte vorübergehend gesperrt und anschließend regelmäßig Proben aus dem Betrieb vom Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) auf Schadstoffe überprüfen lassen. Da die Belastung der Eierproben erneut anstieg, ließ der Landkreis den Hof am 5. April vorsorglich erneut sperren, ohne Ministerium und Laves zu informieren.

Dazu sei der Landkreis auch nicht verpflichtet gewesen, sagte die Sprecherin. Da die Bewertung der Probenergebnisse beim Landkreis liege, habe das Laves vom Anstieg der Schadstoffbelastung jedoch nicht gewusst und erst bei der Höchstwertüberschreitung am 13. April Alarm schlagen können.