AURICH/HANNOVER - Mit Hochdruck suchen die Behörden nach der Ursache für die erhöhten Dioxinwerte in den Eiern von drei Hühnerhöfen im Kreis Aurich. Unter anderem seien Proben vom Boden und von der Einstreu genommen worden, teilte das niedersächsische Landwirtschaftministerium am Sonnabendabend mit. Auch andere Materialien wie Proben der Stallisolierung würden analysiert werden.

Bei den umfangreichen Betriebskontrollen habe die amtliche Futtermittelüberwachung des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) bis zum Freitagabend eine Vielzahl von Proben der drei Legehennenbetriebe im Landkreis Aurich genommen.

Es soll unter anderem abgeklärt werden, ob die Erhöhung der Belastung in den Eiern betriebsindividuelle Gründe hat oder ob möglicherweise die Lage der Höfe eine Rolle spielt. Alle drei Unternehmen liegen in einer Region knapp nördlich des Stadtgebietes Aurich bis in das Gemeindegebiet der südlich angrenzenden Gemeinde Großefehn. Um die mögliche Ursache weiter einzugrenzen, werden auch stichprobenartig Eier aus den umliegenden Betrieben untersucht werden.

100.000 Eier eines Biobetriebes waren an einen Großhändler nach Nordrhein-Westfalen geliefert worden. Der Landkreis Aurich hat jetzt ermittelt, dass aus den anderen beiden, konventionell arbeitenden Betrieben maximal 58.500 möglicherweise mit Dioxin/dl PCB belastete Eier in den Verkauf gelangt sein könnten.

Die Eier sind an eine Handelskette geliefert worden und im Nordwesten Niedersachsens in den Verkauf gelangt. Den Namen der Kette wollte das Ministerium nicht nennen. Die Rückrufaktion sei noch nicht abgeschlossen, das Ministerium weist deshalb erneut auf die aufgestempelten Erzeugercodes hin, mit denen Kunden die betroffenen Eier identifizieren können (1-DE-0354451, 1-DE-0354452, 1-DE-0354453, 1-DE-0352691).


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