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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Mit Erfindergeist in die Selbstständigkeit

20.08.2016

Oldenburg Ein Roboter, dessen Gelenksystem dem des Menschen ähnelt, eine neuartige Steckdosensicherung oder ein Sonnensensor für Solaranlagen – zahlreiche innovative Ideen und Erfindungen kommen aus der Wissenschaft. Damit diese auch den Weg in die Wirtschaft finden und die Erfinder ihre Ideen vermarkten können, gibt es das Gründungs- und Innovationszentrum Oldenburg.

Bei der zweiten Prototypen-Party haben sich wieder zehn Gründerteams einem großen Publikum präsentiert. Über hundert Gäste konnten im Technologie- und Gründerzentrum in Oldenburg zehn Prototypen in Augenschein nehmen und die Gründerteams mit Fragen zu ihren Erfindungen löchern.

Auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleitet das Gründungs- und Innovationszentrum der Uni Oldenburg die Gründerteams. „Viel zu oft verschwinden Forschungsergebnisse einfach in der Schublade – wir setzen uns für eine nachhaltige Gründungskultur in Oldenburg ein“, erklärt Miriam Wiediger das Anliegen der gemeinnützigen GmbH GIZ, einem An-Institut der Uni Oldenburg.

Unterstützt wird das Projekt von der Gertrud und Hellmut Barthel Stiftung aus Varel, der Stadt Oldenburg, der Universität und der Jade Hochschule. Miriam Wiediger ist seit 2013 dabei und begleitet gemeinsam mit drei anderen Mitarbeitern junge Start-ups durch den gesamten Gründungsprozess. „Ich hatte während meiner Bankausbildung viel mit Gründern zu tun, daher kommt mein Interesse für das Thema“, sagt Wiediger, die vorher an der Uni Saarbrücken bereits mit Gründerteams gearbeitet hat.

Das GIZ unterstützt die Gründer insbesondere bei der Beantragung von Fördermitteln, die Gelder kommen aus dem vom Bund finanzierten Exist-Gründerstipendium und dem Exist-Forschungstransfer. Davon profitiert hat auch das Start-up Microw – dahinter steckt ein vierköpfiges Gründungsteam von der Uni Oldenburg, das eine Mi­kromontageanlage entwickelt hat. Die mittlerweile preisgekrönte Erfindung steht jetzt vor der Markteinführung. „Wir führen derzeit Gespräche mit Firmen, für die unsere Maschine interessant ist“, erklärt Geschäftsführer Manuel ­Mikczinski.

Seit zwei Jahren arbeitet er gemeinsam mit Frank Ludwig, Tobias Tiemerding und Benny Biering an dem Projekt, begleitet vom GIZ. Microw ist ein gutes Beispiel, wie der Schritt von der Wissenschaft in die Existenzgründung funktioniert, meint Miriam Wiediger. „Viele Wissenschaftler überlegen inzwischen, zu gründen“, beschreibt sie die positive Entwicklung. Ziel sei es auch, den Studenten, Lehrenden und Mitarbeitern der Universität diese Möglichkeit aufzuzeigen: „Die Selbstständigkeit ist meist nicht das, was man vor Augen hat, wenn man an die Uni kommt.“

Greta Block
Volontärin
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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