Hude/Ganderkesee/Lemwerder - Jetzt ist es offiziell: Nach den beiden Vertreterversammlungen der Volksbank Bookholzberg-Lemwerder und der Volksbank Hude-Ganderkesee am 1. und 2. Juni steht fest, dass beide Banken miteinander verschmelzen werden. Die Fusion fand mit 97 bzw. 100 Prozent die Zustimmung fast aller Vertreter. Die neue Bank soll Vereinigte Volksbank Ganderkesee-Hude Bookholzberg-Lemwerder heißen.
„Wir haben uns schon in der Vergangenheit gegenseitig mit Personal ausgeholfen“, sagte Oliver Frey, Vorstand der Volksbank Ganderkesee-Hude, bei einer Pressekonferenz am Freitag in Hude. „Das hat auch viel mit Vertrauen zu tun. Aber wir haben eine sehr gute Basis für eine Fusion.“
Der Aufsichtsrat wird künftig zehn Mitglieder haben. Darin werden sich alle sechs Aufsichtsräte der Bank aus Ganderkesee und Hude wiederfinden und vier aus Bookholzberg und Lemwerder. Der neue Vorstand wird drei Mitglieder haben und aus Jürgen Kikker, Vorstand der Volksbank Ganderkesee-Hude, Oliver Frey und Sascha Knaack, Vorstand in Bookholzberg-Lemwerder, bestehen. Knaacks Vorstandskollege Bodo Hedemann verabschiedet sich in den Ruhestand.
Die neue Bank hätte dann 140 Mitarbeiter und etwa 32 000 Kunden. Entlassungen soll es nicht geben. Das sei auch so mit dem Betriebsrat vereinbart worden, erklärte Kikker. Die Zentrale bleibt in Hude.
Die Veränderungen für die Kunden sind überschaubar: Alle Kunden der beiden fusionierenden Banken bekommen eine neue EC-Karte. Für die Kunden der Volksbank Bookholzberg-Lemwerder ändert sich aber noch mehr: Sie bekommen neue IBAN-Nummern.
Es gibt aber eine Übergangsfrist von zwei Jahren, in der auch Überweisungen an die alte IBAN noch auf dem Konto ankommen. Die neuen Karten sind für die Kunden kostenlos. Auch alle Filialen sollen soweit erhalten bleiben. „Ob die Filialen auch in Zukunft bestehen, entscheiden unsere Kunden, indem sie die Filialen weiterhin nutzen“, sagte Kikker.
Noch haben beide Banken leicht unterschiedliche Öffnungszeiten. Die sollen sehr bald aufeinander abgestimmt werden.
Ende August erfolgt die juristische Verschmelzung der Banken; für den 17. September ist die technische Fusion geplant. Im Oktober gibt es dann voraussichtlich die neuen EC-Karten.
