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Ausbildung: Junge Braker bald reif für die Insel

Detlef Glückselig
BRAKE - Dutzende Bewerbungen haben sie geschrieben. Das Ergebnis: nur Absagen. Unter der Überschrift „Lehrstellensuchende auf Abstellgleis“ hatte die

NWZ

  am Donnerstag über junge Braker berichtet, die an einer „Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme“ (BvB) der Kreisvolkshochschule teilnehmen. Der Artikel, in dem die jungen Leute ihre Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz schilderten, zeigt Wirkung. Die

NWZ

  hatte den Bericht auch in dem Sozialen Netzwerk „Facebook“ im Internet veröffentlicht. Daraufhin hat sich nun Ralf Itzin aus Wilhelmshaven gemeldet, der für Gastronomiebetriebe auf den Insel Spiekeroog und Wangerooge dringend Auszubildende sucht und sogar bereit ist, nach Brake zu kommen, um mit den jungen Leute zu reden und sie bei dem möglichen Schritt auf die Insel zu unterstützen.Ein weiteres Ausbildungsplatzangebot, das für einen der jungen Braker ein Chance darstellen könnte, kommt aus Oldenburg. Harry Kehr, Geschäftsführer der Stella Praxisbedarf GmbH, hat auf einen Leserbrief der BvB-Teilnehmer reagiert, den die

NWZ

  veröffentlich hatte. Er schreibt, dass die Firma zum 1. August gerne einen Auszubildenden einstellen würde. Ausgebildet würden in dem Familienbetrieb Kaufleute im Gesundheitswesen und Bürokaufleute. Doris Meyer, KVHS-Abteilungsleiterin für den Bereich Berufliche Bildung, ist über dieses Angebot bereits informiert.Etwas tun könnte sich für die jungen Leute unterdessen auch im Handwerk. Thomas Sturm, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Wesermarsch, berichtet auf Nachfrage der

NWZ

 , dass er für Montag einen Termin mit der KVHS-Leiterin Ulrike Michalzik vereinbart habe. Gemeinsam wollen die beiden nach einer Lösung für die noch unversorgten BvB-Teilnehmer suchen. Zwar ist die Maßnahme weniger auf das Handwerk ausgerichtet, sondern vor allem auf die Bereiche Wirtschaft und Verwaltung. Doch wenn sich die jungen Leute flexibel zeigen, könnten sich auch im Handwerk Perspektiven für sie bieten, versichert Sturm.

„Wir haben fast täglich Anfragen von Betrieben, die dringend Auszubildende suchen“, berichtet Sturm. Das Handwerk habe sehr gute Erfahrungen auch mit solchen Azubis gemacht, die nicht die Top-Schulnoten vorweisen können.

Sturm verhehlt nicht, dass auch die Handwerksbetriebe Anforderungen an ihre Bewerber stellen, teils sogar hohe Anforderungen. „Am wichtigsten ist es jedoch, dass die jungen Leute wirklich wollen und bereit sind, sich auf den Hosenboden zu setzen“, sagt er. Für solche Bewerber biete das Handwerk hervorragende Karrierechancen.

Von der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Oldenburg war am Freitag keine Stellungnahme zum Thema Ausbildung zu bekommen.

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