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AUSBILDUNG „Schüler besser auf Beruf vorbereiten“

Schulpraktika zweimal im Jahr

Das Praktikum

gehört zum festen Angebot in der Hauptschule in Barßel. Zweimal in ihrer Schullaufbahn, einmal zum Ende der achten und ein zweites Mal zu Beginn der neunten Klasse, besuchen die Schüler die Betriebe.

Rund 60 Schüler

aus drei Klassenzügen waren in diesem Jahr dabei. Sie sind im Schnitt zwischen 15 und 17 Jahre alt.

Die Betriebe

liegen hauptsächlich in Barßel und in der Umgebung. Die Schüler sind aber frei, sich auch Betriebe außerhalb dieses Bereichs auszusuchen.

Soziale Berufe

standen weit oben auf der Wunschliste.

In zweiwöchigen Praktika lernten die Schüler den Betriebsalltag kennen. Einige Glückliche konnten bereits Ausbildungsverträge unterschreiben.

von inka fürup

barßel Strahlende Gesichter waren jetzt in der Hauptschule in Barßel überall zu sehen. Wie ein Bienenschwarm liefen rund 60 Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen durch die Aula, um ihren Besuchern stolz die Ergebnisse ihrer jüngsten Betriebspraktika zu zeigen. In Friseursalons, in der Seniorenpflege, beim Bäcker, in Restaurantküchen und sogar bei Mechanikern der örtlichen Umgebung haben die potentiellen Nachwuchskräfte ihr Können gezeigt. Zwei Wochen lang hieß es für die Mädchen und Jungen nicht mehr „Schulhefte raus“, sondern „ab in den Blaumann und in die Hände gespuckt.“

„Wir sind wirklich sehr stolz auf die Ergebnisse unserer Schüler“, sagte Klassenlehrer und Betreuer Dietmar Trimpop mit einem Blick auf die liebevoll vorbereiteten Präsentationsstände. Die Betriebe seien mit der Leistung der motivierten Hauptschüler überaus zufrieden gewesen. Einige haben in ihren Praktikanten sogar zukünftige Arbeitnehmer gefunden: Die ersten Verträge sind bereits unterzeichnet. „Ein tolles Ergebnis“, freut sich Trimpop, der die grundsätzliche Berufssituation seiner Schützlinge nicht gerade rosig sieht. „Viele der Absolventen finden nach der Schulentlassung keine Arbeitsstelle“, weiß er. Auch deshalb begrüße er die regelmäßigen Schulpraktika. „So können sich die Schüler besser auf den Beruf vorbereiten, sich in den Betrieben zeigen und eventuell bestehende Vorurteile ausräumen.“ Außerdem bewiesen sie Flexibilität und erhielten eine Hilfe bei der Berufswahl.


Die benötigte der 15-jährige Sascha zwar nicht – er weiß schon lange, dass er Koch werden möchte – trotzdem nahm er das Praktikum dankbar an. Im „Strücklinger Hof“ half er in der Küche. Sein Talent wurde entdeckt: Sascha gehört zu den Glücklichen, die nach Abschluss der neunten Klasse sofort in die Ausbildung starten dürfen.

Auch Anja, neunte Klasse, hat sich ihren Traumberuf gesichert: Sie wird nach der Sozialschule ihre Ausbildung zur Altenpflegerin im Pflege- und Wohnheim „To Huus“ abschließen. Ihren Klassenkameraden ohne Vertrag drücken beide fest die Daumen.

Diese NWZ -Serie erläutert unterschiedliche Themen in den Schulen und verfolgt, wie Lernziele umgesetzt werden.

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