Frankfurt - Für große deutsche Unternehmen wird das Geschäft jenseits der Grenzen immer wichtiger: Die Industrieschwergewichte im deutschen Leitindex Dax haben ihre Umsätze in den vergangenen sechs Jahren vor allem dank guter Geschäfte im Ausland gesteigert. Die Erlöse der 25 Industriekonzerne, die außerhalb Deutschlands erzielt wurden, kletterten von 641 Milliarden Euro im Jahr 2008 auf 855 Milliarden Ende 2013. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor.
Im vergangenen Jahr kamen demnach bereits gut drei Viertel (77 Prozent) des Gesamtumsatzes dieser Unternehmen aus dem Ausland. Zum Vergleich: 2008 waren es erst 71 Prozent.
Die Erlöse in Deutschland lagen dagegen mit 261 Milliarden Euro nur um eine Milliarde über dem Wert von 2008. Der Gesamtumsatz stieg in den sechs Jahren von 901 Milliarden auf 1116 Milliarden Euro.
Unter den im deutschen Leitindex notierten Industrieunternehmen machte Volkswagen 2013 den Angaben zufolge den meisten Umsatz außerhalb des heimischen Marktes. Der Automobilhersteller erwirtschaftete demnach 159 Milliarden Euro im Ausland, in Deutschland waren es rund 38 Milliarden. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr fünf Dax-Unternehmen, die mehr als 90 Prozent ihrer Umsatzerlöse außerhalb Deutschlands erzielten.
Die Analyse stützt sich auf die Geschäftsberichte der Unternehmen, die Finanzdienstleistungsbranche wurde nicht berücksichtigt.
