Ollener Moor - Die 19-jährige Lina-Luise Hölter muss sich noch ein wenig gedulden. Eigentlich hatte die Abiturientin Anfang September ihren Freiwilligendienst in Kolar Gold Fields in Indien beginnen wollen. Daraus wird nichts, denn der dortige Polizeichef wollte nur eine Aufenthaltsgenehmigung für sechs Monate ausstellen und stellt auch noch einige andere bürokratische Hürden in Aussicht. Das aber war der Organisation „Jugend im Ausland“, die für „Weltwärts“ – eine Einrichtung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – die Auslandsreisen der jungen Menschen plant, zu wenig und zu riskant. Die Abiturientin wurde daraufhin von der Organisation in ein anderes Projekt eingebaut. Das aber beginnt erst im Oktober. Etwas ärgerlich, meint die junge Frau, die sich jetzt noch etwas länger auf ihren lang ersehnten freiwilligen Einsatz im Ausland gedulden muss.

Das neue Ziel der jungen Frau aus Ollener Moor liegt in Krishna Giri, etwa 200 Kilometer nordwestlich von Bangalore. Dort wird sie mit drei anderen Freiwilligen, die sie bereits kennt, in einer Schule arbeiten. Kinder von der ersten bis zur zwölften Klasse wird sie hier betreuen. Es wird eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung geben, denn einige der Schülerinnen und Schüler leben in einem Internat.

Das BMZ bestätigte eine Anfrage der Entsendeorganisation „Jugend im Ausland“ auf Umsetzung und wird der wohl zustimmen.

Keine Sorge müssen sich diejenigen Sponsoren machen, die sie beim Aufbringen der 1800 Euro finanziell unterstützt haben. Ihr Geld wird weiter für das Projekt eingesetzt, in dem Lena-Luise arbeiten wird.

Bislang hat sie um die 1000 Euro zusammenbekommen. Wer sie zudem noch unterstützen möchte, kann sich mit ihr unter t   0157/84901684 in Verbindung setzen. Die Zuwendungen gehen direkt an den Träger des Projektes und werden als Spenden anerkannt.