Cloppenburg - „Wo andere Leute Urlaub machen, durften wir arbeiten.“ Ein Spruch, der gut auf die Auszubildenden Christoph Brinkmann, Laurent Germann, Johanna Bröring und Philipp Schulte sowie die Schüler Jens Backhaus, Nghia Do Thanh und Hennig Schmitz der Berufsbildenden Schule Technik Cloppenburg zutrifft. Diese durften ein fünfwöchiges Auslandspraktikum im spanischen Sevilla absolvieren. Anlässlich einer Gesamtkonferenz überreichte Schulleiter Heinz Ameskamp ihnen den so genannten „Europass“. Gleichzeitig lobte er das Engagement der Teilnehmer und sprach einen besonderen Dank an die Ausbildungsbetriebe aus.
„Die Vermittlung einer möglichst umfassenden Handlungskompetenz ist neben der Persönlichkeitsbildung Ziel der dualen beruflichen Ausbildung in Deutschland“, so der Schulleiter. Die Bildungsinhalte seien dabei nicht nur auf den deutschen Arbeitsmarkt ausgerichtet, sondern folgten in zunehmendem Maße auch der Notwendigkeit, Fertigkeiten und Kenntnisse zu erwerben, die es den zukünftigen Facharbeitern erlaubten, sich erfolgreich auf dem europäischen Arbeitsmarkt zu bewähren.
In den ersten zwei Wochen des Praktikums absolvierten die Jugendlichen einen Intensivspanischkursus. „Dieser reichte zwar nicht aus, aber wir konnten uns helfen“, sagte Christoph Brinkmann aus Peheim. Anschließend gingen die Jugendlichen, die sich alle im dritten Lehrjahr eines Metallberufes befinden, in Werkstätten der örtlichen Berufsschule und in Partnerbetriebe.
„Ich bin selbstständiger geworden“, sagte Johanna Bröring aus Sevelten. Philipp Schulte aus Ankum berichtete von der Ausbildungsbereitschaft der jungen Spanier. „Viele haben den Wunsch später in Deutschland zu arbeiten“, sagte er.
