Ganderkesee - Die Gemeinde Ganderkesee ist dem Bau eines überdachten Kursbeckens auf dem Freibadgelände einen Schritt näher gekommen. Der Verwaltungsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung die Vergabe weiterer Planungsleistungen beschlossen. Nachdem bislang lediglich eine Entwurfsplanung mit einer groben Kostenschätzung vorlag, soll nun eine detailliertere Planung mit einer konkreten Kostenberechnung folgen.

Voraussichtlich im Herbst kann endgültig über den Neubau entschieden werden. Schon jetzt aber hat der Verwaltungsausschuss entscheidende Weichen gestellt: So soll das Kursbecken bei einer Breite von acht Metern lediglich 12,50 statt 16,66 Meter lang sein. Dies dürfte, ohne nennenswerte Einschränkungen für Kursangebote, die Baukosten um rund 200 000 Euro senken, teilt die Gemeinde mit. Zudem würden die Folgekosten (Wasser, Gas, Wasseraufbereitung) ebenfalls geringer ausfallen.

Bei der beschriebenen Variante liegen die geschätzten Kosten bei rund 1,71 Millionen Euro, so dass das Becken wirtschaftlich betrieben werden kann. In der Summe enthalten sind unter anderem die Kosten für einen Hubboden.

Das Kursbecken soll sich künftig im ersten Obergeschoss eines neuen Gebäudetraktes zwischen dem bisherigen Saunahuus-Gebäude und dem Schwimmerheim befinden. Unten sind unter anderem Außenumkleiden vorgesehen. Im Bereich des heutigen Außeneingangs soll ein Foyer mit darüberliegenden Büroräumen errichtet werden, teilt die Gemeinde mit.

Nach der jetzt in Auftrag gegebenen Kostenberechnung für das überdachte Kursbecken ist eine gemeinsame Ausschreibung mit der anstehenden Freibadsanierung vorgesehen. Grundlage für die Idee zum Bau eines Kursbeckens ist die Bäderstudie, die von der Gemeinde bei der Uni Vechta in Auftrag gegeben worden war und weiterhin auf der Homepage der Gemeinde im Bereich „Aktuelles“ eingesehen werden kann. Rund 40 000 Euro wurden in die Analyse investiert.


Die Fachleute um Dr. Christoph Schank, Verwaltungsprofessor der Universität Vechta, hatten Nutzer und Nicht-Nutzer des Freibades in Form von Fragebögen um ihre Meinung gebeten und sogenannte Fokusgruppen in persönlichen Gesprächen befragt. Zudem fand im März 2016 ein Bürgerforum statt. Ebenfalls im März vergangenen Jahres wurde die Studie im Ausschuss für Soziales und Gesellschaft vorgestellt.