Hude - Vier Themen stehen im Fokus der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Umwelt an diesem Mittwoch. Sie beginnt um 16 Uhr im Feuerwehrhaus.

Eine Verordnung des Landkreises Oldenburg soll das Hohenbökener Moor zum Landschaftsschutzgebiet erklären. Nachdem der Versuch des Kreislandvolkverbandes, eine vertragliche Lösung zusammen mit den Grundstückseigentümern zu finden, scheiterte, liegt nun ein Verordnungsentwurf vor. Die geplante Ausweisung des Landschaftsschutzgebietes „Hohenbökener Moor“ soll durch einen Vertreter der unteren Naturschutzbehörde erläutert werden.

Gestaltungsvorgaben für die Parkstraße sind der nächste Punkt auf der Tagesordnung. Es soll darüber gesprochen werden, inwieweit solche Vorgaben in Zukunft für Hude denkbar wären, um das gewohnte Ortsbild zu schützen. Die Diskussion um den Neubau der Rossmann-Filiale hatte das Thema aufgeworfen. Der Ausschuss soll entscheiden, ob das Thema vertieft bearbeitet werden soll. Als erste Stufe wären aus einer Analyse der Bestandssituation die Grundsätze eines Gestaltungskonzeptes und der Geltungsraum abzuleiten und zu formulieren.

In einer zweiten Stufe wären der Geltungsbereich und die rechtliche Umsetzung der Grundsätze zu formulieren. Als weitere Stufe käme die Erarbeitung einer Gestaltungsbroschüre als Beratungsgrundlage für das Vorhaben in Betracht. Der von Ulrike Janz-Janzen (SPD) gestellte Antrag zielt darauf, die historischen Merkmale im Kernort zu schützen und Regelungen für Neubauten zu finden, damit sich diese behutsam in den Bestand integrieren. So soll die Aufenthalts- und Verweilqualität erhalten bleiben.

Weiter beantragt die CDU eine Qualitätsoffensive für ein durchgängiges Rad- und Fußwegekonzept. „Der Radverkehr zum Bahnhof, zu den Schulen, zur Ortsmitte und zum Einkaufen sollte durch Maßnahmen gefördert werden“, heißt es unter anderem im Antrag von Horst Linnemann. Neben dem Radwegeneubau sei auch die Gehwegbenutzung für Radler an manchen Stellen zu genehmigen oder zum Beispiel eine Anschaffung von Dienstfahrrädern denkbar. Möglich und förderlich könnte eine Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen / Bremen (AGFK) sein oder eine Zertifizierung „Fahrradfreundliche Kommune Niedersachsen“. Darüber soll der Ausschuss beraten.


Als nächster Tagungsordnungspunkt wird über den Platz vor dem Buswartehäuschen an der Straße Am Brink beraten: Er soll in Zukunft den Namen „Werner-Ganteföhr-Platz“ tragen.

Die Ratsmitglieder Peter Zwiener und Marlies Pape haben zur Würdigung des Lebenswerkes des bekannten Hurreler Künstlers die Benennung des Platzes beantragt. Die Grünfläche des Wendekreisels soll mit einem Straßenschild und einer Stele den 2013 verstorbenen Künstler ehren. Der Platz befindet sich vor dem Haus Ganteföhrs, in welchem seine Witwe eine Dauerausstellung mit den Werken ihres Mannes bereithält. Die Kosten für die Benennung seien gering.

Wie üblich, gibt es auch eine Einwohnerfragestunde.