Landkreis - Die Außenstelle Huntlosen der Landwirtschaftkammer Niedersachsen wird geschlossen. Ende 2016 oder Anfang 2017 wechseln die etwa zehn Mitarbeiter in der Bezirksstelle Oldenburg-Süd nach Cloppenburg. Gleiches gilt für die Außenstelle in Vechta, wo acht Personen tätig sind. Das bestätigte Kreislandwirt Jürgen Seeger am Freitag gegenüber der NWZ .
Entscheidung aus 2004
„Das ist schade, aber die Entscheidung steht seit langem fest und wird nun umgesetzt“, sagte Seeger. Mit Blick auf die 2006 erfolgte Fusion der Landwirtschaftskammern Weser-Ems und Hannover sei bereits 2004 ein neues Außenstellenkonzept vereinbart worden, um die Effizienz zu erhöhen und Kosten zu sparen. „In vielen Bezirksstellen wurde das bereits umgesetzt“, sagte der Kreislandwirt und verwies auf die Bezirksstelle Oldenburg-Nord. Vor Jahren seien die Außenstellen in Westerstede, Ovelgönne und Jever geschlossen und in einer Bezirksstelle in Oldenburg-Nord zusammengefasst worden.
Im Landkreis Oldenburg gibt es noch etwa 1400 aktive Landwirte. „Im Laufe der Jahre hat sich in der Beratung und bei den Anträgen der Landwirte viel verändert. Heute läuft vieles online“, so Seeger. Vor 20 Jahren hätten noch mehr Personen bei der Landwirtschaftskammer in Huntlosen gearbeitet.
Niemand der Mitarbeiter aus Huntlosen und Vechta verliere seinen Arbeitsplatz. Seeger: „Die bei der Fusion vor neun Jahren angepeilten 450 Stellen in Niedersachsen wurden bereits eingespart.“
In der Bezirksstelle Oldenburg-Süd in Cloppenburg arbeiten nach Auskunft des stellvertretenden Dienststellenleiters Dr. Clemens Hackstedt gut 30 Personen. Um weitere 20 Mitarbeiter unterbringen zu können, müsse angebaut werden. Er geht davon aus, dass Ende dieses Jahres oder Anfang 2016 mit den Bauarbeiten begonnen wird. Ein Jahr später sollen die Außenstellen umziehen. „Die Beschlusslage der Landwirtschaftskammer ist, dass in Niedersachsen elf Bezirksstellen bestehen bleiben; denn wir wollen in der Fläche präsent bleiben.“
„Beschluss überdenken“
Nach Ansicht von Landrat Carsten Harings wäre für die wichtigen landwirtschaftlichen Belange und die bedeutsame Landwirtschaft im Landkreis ein Erhalt von Beratungsmöglichkeiten und Informationsaustausch – der durch die Außenstelle der Landwirtschaftskammer in Huntlosen gewährleistet ist – wünschenswert. „Wir hoffen sehr stark, dass der Beschluss der Landwirtschaftskammer noch einmal überdacht wird“, erklärte Harings am Freitag.
