NWZ
berichtete).„Der Preis bedeutet mir sehr viel“, sagt der 72-Jährige, der darin auch Anerkennung für die harte Arbeit der vergangenen Jahre sieht. Er hegt und pflegt ein rund 40 Hektar großes Biotop mit Teichen und Heideflächen – in unmittelbarer Umgebung des Hofes, auf dem er sein ganzes Leben verbracht hat.
1938 wurde Martens dort, an der Birkenstraße, geboren. Auf dem Hof arbeitete er schon immer mit. 30 Jahre war er außerdem als Brunnenbauer bei einer Firma in Ipwege beschäftigt. Als er 1998 in den Ruhestand ging, begann er, sich der Pflege des Naturschutzgebietes zu widmen.
„Meine Ideen, die ich nachts habe, bespreche ich tagsüber mit dem Naturschutzbund und dem Landkreis Ammerland, und dann setzen wir das um“, erzählt Martens. „Mein Traum war es, Teiche für die Tiere anzulegen“, schildert der 72-Jährige weiter.
Dieser Wunsch ist längst in Erfüllung gegangen: Acht Teiche befinden sich inzwischen in dem Areal, aber Martens sagt: „Wer weiß, was da noch kommt.“ Heute existieren viele Pflanzen rund um die Gewässer, die längst wieder Heimat für Libellen und Frösche geworden sind. „Im Sommer ist es dort traumhaft“, schwärmt Martens, der beinahe täglich im Biotop unterwegs ist.
Das Besondere an dem Gebiet ist, dass dort die Kreuzotter natürlich vorkommt. „Viele wissen heute gar nicht mehr, was Ringelnattern und Kreuzottern sind“, sagt der Schlangenexperte, über den jüngst auch der NDR in einem Film berichtete. Seitdem bekommt er noch häufiger Anrufe von Menschen, die zum Beispiel seine Hilfe bei der Identifizierung einer Schlange benötigen.
Geschätzt werden aber auch die Führungen, die der 72-Jährige durch das Biotop anbietet, zum Beispiel für Schulklassen, aber auch andere Interessierte. Termine können unter Tel. 0 44 83/586 vereinbart werden.
