Obenstrohe - Die Forstverwaltung hat 300 Bäume am Mühlenteich gepflanzt. Dort waren im Winter zahlreiche Bäume gefällt worden, die drohten, auf das Hotel zu stürzen (die NWZ  berichtete am 13. März: „Bäume am Hotel werden gefällt“). Nachdem sich Spaziergänger über den „unaufgeräumten“ Zustand des Waldstücks zwischen Mühlenteich und Hotel beklagt hatten (NWZ  am 14. Oktober), hatte die Forstverwaltung auf eine Neuanpflanzung im Herbst hingewiesen. Diese ist mittlerweile erfolgt, wie die NWZ  jetzt erfuhr. Im Rahmen eines Ausbildungsprojektes der Forstwirt-Auszubildenden fuhr Ausbildungsmeister Konrad de Buhr mit den jungen Leuten zur Forstbaumschule nach Beverstedt. Die wurde besichtigt und aus Beverstedt dann die Pflanzen für den Waldrand am Hotel mitgenommen. Vor Ort wurde zunächst die Brombeere gemäht und dann gepflanzt: 100 Stück eingriffelige Weißdorne, 100 Stück Pfaffenhütchen, 50 Wildapfelbäume und 50 Wildbirnen. „Die Sträucher sind interessant wegen ihrer Blüte und Frucht und bereichern das Landschaftsbild“, erläuterte Forstamtssprecher Rainer Städing. Die Wildobstbäume bleiben mit maximal 15-20 Meter Wuchshöhe eher klein und werden das Hotel nicht so beeinträchtigen wie vorher die mächtigen Rotbuchen.

Revierförster Susse betonte noch einmal, dass das verbleibende Kronenholz als Totholz liegenbleibt und als Unterschlupf für Kleintiere und für die holzzersetzenden Lebensgemeinschaften gedacht ist. Das liegengebliebene Kronenholz war von Spaziergängern als unansehnlich kritisiert worden. Dazu Städing: Die Holzreste sollten als sogenanntes Totholz natürlich verwittern. Zwei stärkere Buchen und einiges an Kronenholz war in dem Waldstück verblieben. Das Totholz „bietet im Laufe des Zerfallens vielen Kleintieren Unterschlupf und wird in den nächsten Jahren nach und nach zerfallen bzw. von anderen Pflanzen überwachsen. Etwa 20 Bäume, darunter 150 Jahre alte Buchen waren am Mühlenteich gefällt worden.