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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Auto als Teil des Internets

23.11.2013

Bremen /Oldenburg Auch an der Automobilbranche geht die Entwicklung in Richtung mobiler Kommunikation und medialer Vernetzung nicht vorbei. Andreas Grosse-Coosmann vom Frankfurter Technologie-Dienstleister Altran sitzt vor dem Eingang des jüngst in der Bremer Überseestadt eröffneten Zentrums für Automobilkultur und Mobilität, in einem 5er BMW und tippt auf einem Bildschirm in der Mittelkonsole herum. App-Store, Media-Player, Navi, Ebook-Reader, aber auch Drehzahl-Anzeige und viele andere Anwendungen gehören zu dem Prototypen eines Infotainment-Systems, das Altran für Autohersteller und Zulieferer auf Open-Source-Basis entwickelt hat. „Im Schnitt stehen Autofahrer 100 Stunden im Jahr im Stau. Sie wollen aber den selben Internetzugang wie zu Hause haben“, erklärt Ingenieur Grosse-Coosmann den Trend.

Anlass der Präsentation war das jährliche Branchentreffen des Netzwerks Automotive Nordwest in Bremen. Etwa 80 Mitgliedsunternehmen umfasst das Industriecluster, das 2008 unter dem Dach der Metropolregion Bremen-Oldenburg gegründet wurde. Mit etwa 90 000 Beschäftigten ist die Automobilindustrie in der gesamten Nordwest-Region einschließlich Emden und Osnabrück ein wichtiger Wirtschaftssektor.

„Wir betreiben Wertschöpfung, etwa zehn Prozent der gesamten deutschen Wirtschaft hängen an der Automobilindustrie“, sagt Matthias Brucke, Clustermanager des Vereins Automotive Nordwest.

Auch der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies lobt die Zusammenarbeit der Unternehmen mit gemeinsamen Veranstaltungen und Wissenstransfer als „hervorragendes Beispiel für Vernetzung“. Neben der Produktion sei es aber auch wichtig, dass man den Fachkräftenachwuchs sicherstelle und als Politik auch Innovationen für Mittelständler ermögliche, zum Beispiel beim Thema Leichtbau für Automobile.

Felix Kuhnert, Leiter für Automotive Deutschland und Europa bei Pricewaterhouse Coopers (PwC), sieht in einer Marktanalyse bis ins Jahr 2019 die europäische und nordamerikanische Autoindustrie dank der wachsenden Absatzzahlen vor allem in China vor einem moderaten Wachstum. Die Produktion im Ausland werde immer wichtiger.

Bis zum Ende des Jahrzehnts rechnet er mit weltweit über 100 neuen Automobilwerken, vor allem im asiatisch-pazifischen Raum. Für den Freiburger Manager ist in der Zukunft vor allem die Konzentration auf Markenentwicklung und Service ein wichtiger Erfolgsfaktor. „Wie kann ich mein Produkt von der Konkurrenz abheben?“ sei eine Schlüsselfrage.

Die Automobil-Industrie sollte bei der Kundenbindung auf andere internationale Branchen schauen, zum Beispiel das Hotelgewerbe. „Man muss die Menschen über Emotionen ansprechen, um eine Markenbindung zu erreichen“, erklärt Kuhnert.

Den theoretischen Teil zum Thema vernetzte Fahrzeuge übernahm Chris Wild, aus der Forschungsabteilung der Altran GmbH. Für den Briten ist das Auto der Zukunft Teil eines komplexen Zusammenwirkens mobiler elektronischer Kommunikationsmittel nicht nur beim Infotainment innerhalb eines Fahrzeugs, sondern auch mit der Verkehrsinfrastruktur.

So könnten bald Informationen zwischen Ampelanlagen und Autos zur Verkehrsoptimierung ausgetauscht werden. „Je nach Ampelschaltung wird das Auto langsamer oder schneller“, skizzierte Wild. Auch Programme zur Reiseoptimierung mit minutengenauen Informationen über Wetter- und Verkehrsbedingungen, zum Staumanagement und eine automatisierte Parkplatzsuche gehörten zum vernetzten Automobil. Bei Angaben darüber, wie dieses Mehr an Informationen mit der Sicherheit vereinbar sei, blieb Chris Wild allerdings etwas vage.

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