Borbeck/Jaderberg - Auf der Hebebühne in der Werkstatt an der Falkenstraße 1 schwebt ein handelsüblicher VW-Caddy. „Den bauen wir so um, dass Rollstuhlfahrer über eine Alu-Rampe komfortabel in den Innenraum rollen können“, sagt Julian Fricke. Der 30-Jährige, der gebürtig aus Oldenburg stammt und in Borbeck wohnt, hat sich in Jaderberg selbstständig gemacht.
„Ich habe hier eine geeignete Halle gefunden. Auch die Anbindung an die gesamte Region ist gut“, sagt der gelernte Kfz-Mechatroniker, der am 22. September 2009 seinen Meisterbrief von der Handwerkskammer Hamburg ausgehändigt bekam. In seinem Geschäftsmodell setzt Fricke auf individuelle Mobilität. „Wir bauen die Fahrzeuge auf Wunsch der Kunden so um, dass man beispielsweise auch mit einem Handicap das Auto sicher und komfortabel bewegen kann“, sagt Fricke, der gemeinsam mit Jan Cordes (21) die Spezialaufträge aufnimmt und bewältigt.
Kreativität gefragt
„Ich war unter anderem fünf Jahre lang als Werkstattleiter bei einem großen Autohaus in Oldenburg tätig. Aber ehrlich gesagt, hat mich die Selbstständigkeit schon immer gereizt“, sagt Fricke im Gespräch mit der NWZ .
Viele Möglichkeiten
Mit Kreativität und speziellen Konstruktionen will er aber nicht nur auf Wunsch Fahrzeuge verändern, sondern mittelfristig auf Vorrat Autos behindertengerechnet umbauen und in Jaderberg präsentieren. Einstiegshilfen, Bedienhilfen, Liftsysteme, Sitzanpassungen und vieles mehr kann Fricke auf Wunsch der Kunden installieren. „Die Technik eröffnet uns relativ viele Möglichkeiten“, sagt Fricke, ehe er gemeinsam mit Jan Cordes die Umbauarbeiten am VW-Caddy fortsetzt.
