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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Autohof soll jetzt auf den Hafengroden

15.09.2011

WILHELMSHAVEN Der Autohof für Lastwagenfahrer, die den Jade-Weser-Port ansteuern, soll jetzt direkt auf den Hafengrodenflächen entstehen. Der Bauausschuss der Stadt Wilhelmshaven bereitete in seiner Sitzung am Dienstag die erforderliche Änderung des Flächennutzungs- und des Bebauungsplans 150 vor.

Nach den Plänen der landeseigenen JWP Logistics Zone GmbH sollen in unmittelbarer Nähe zur Autobahn auf den ersten zehn Hektar des Hafengrodens ein Servicecenter für Lastwagen und deren Fahrer sowie ein Dienstleistungszentrum entstehen. Zulässig wären nach der überarbeiteten Planung Tankstellen, Autohäuser, Reparaturwerkstätten, aber auch Gastronomiebetriebe, Vergnügungsstätten wie Spielhallen und Beherbergungsbetriebe sowie Parkplätze.

Ursprünglich war der Autohof einige hundert Meter entfernt auf dem Rüstersieler Groden geplant. Dort war das Projekt unter anderem aufgrund von Lärmschutzbestimmungen nicht realisierbar gewesen.

Die Ratsherren Norbert Schmidt (SPD) und Joachim Ender (BASU) meldeten Zweifel an, ob es richtig sei, auf den für Betriebsansiedlungen vorgesehenen wertvollen Hafengrodenflächen Stellplätze für Lkw zu schaffen. Schmidt: „Gibt es dafür keine Alternativen, möglicherweise im Friesischen?“

Stephan Hellwig (CDU) hielt dem entgegen, dass der Eigentümer der Flächen angesichts der großen Zahl der erwarteten Lkw-Fahrer am Containerhafen Bedarf für Betten, Unterhaltungsmöglichkeiten und Kfz-Einrichtungen vor Ort sieht. Holger Barkowsky (SPD) hält ebenfalls einen Autohof unmittelbar am Hafen für sinnvoll. „Andernfalls kommt es zu ungeordneten Verkehren in die benachbarten Ortsteile.“ Die Planung wurde bei einer Gegenstimme (Ender) auf den Weg gebracht.

Über den geplanten Windpark südlich von Anzetel hatte der Bauausschuss zuvor gemeinsam mit dem Ortsrat Sengwarden beraten. Beide Gremien folgten einstimmig den Überlegungen der Verwaltung. Der Feststellungsbeschluss soll vom Rat am 21. September gefasst werden.

Nach den Worten von Stadtbaurat Klaus-Dieter Kottek soll zunächst die vom Deutschen Windenergie­Institut (DEWI) gewünschte Sonderbaufläche für Windenergie-Forschungsanlagen entwickelt werden. Der Verwaltungsvorstand stehe aber auch den Wünschen, darüber hinaus Flächen für einen Bürgerwindpark auszuweisen, aufgeschlossen gegenüber, sagte Kottek. An einem Bürgerwindpark können sich auch Bürger als Investoren beteiligen.

Beide Verfahren sollten aber aus Zeitgründen unabhängig voneinander abgearbeitet werden. Für den Bürgerwindpark müssen zunächst alle in Frage kommenden Flächen untersucht werden. Die Suche dürfte ein bis zwei Jahre dauern, sagte Britta Dirks von der städtischen Bauleitplanung.

Britta Dirks betonte, dass bei der Planung des Windparks Anzetel alle gesetz­lichen Vorgaben beachtet worden seien. Der erforder­liche Abstand von 400 Metern zur Kaserne Sengwarden und zur Splittersiedlung Wehlens werde eingehalten. Der Küstenbadeort Hooksiel sei 5000 Meter entfernt, so dass auch die Sorge der Gemeinde Wangerland, das Landschaftsbild könnte beeinträchtigt werden, unbegründet sei.

Klarheit gibt es inzwischen offenbar auch über die so genannte „Nachverdichtung“. Über eine Satzung über erleichtere Zulässigkeit von Vorhaben in Außenbereichen“ will die Stadt die Voraussetzung für einzelne Bauvorhaben schaffen, die sich ins Ortsbild einfügen müssen. Konkret kommen dafür nach den Recherchen der Verwaltung in Breddewarden nur zwei Flächen mit je 160 Quadratmeter Größe in Frage. Weitere Auflagen ergeben sich von Seiten des Denkmalschutzes (Breddewarden ist ein historisches Wurtendorf) und aus dem Landschaftsschutz. Ob die Auflagen insgesamt einzuhalten sind, werde sich erst bei der Prüfung eines konkreten Bauantrages erweisen.

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