Flensburg/Berlin - Schwierige Zeiten für die Autohersteller: Der Pkw-Verkauf sackt nun selbst in Deutschland, eigentlich Hoffnungsträger inmitten der Euro-Wirtschaftskrise, kräftig ab. Die Zahl der Neuzulassungen brach im März verglichen mit dem Vorjahresmonat um 17,1 Prozent auf rund 281 000 Fahrzeuge ein, wie das Kraftfahrt-Bundesamt am Mittwoch in Flensburg mitteilte. Hinzu kommt, dass die deutschen Autobauer mit schwächerer Nachfrage aus dem Ausland zu kämpfen haben.
Auch der Jahresstart insgesamt misslang: Im ersten Quartal lag der Rückgang der Zulassungen bei 12,9 Prozent auf 674 000 Personenwagen (Pkw).
Unter den großen Herstellern musste Volkswagen besonders große Einbußen hinnehmen. Im März lag das Minus bei 21,2 Prozent, im ersten Vierteljahr bei 17,0 Prozent. VW hatte im ersten Quartal mit 21,3 Prozent aber nach wie vor den mit Abstand größten Marktanteil. Es folgen Mercedes (9,3 Prozent), Audi und BMW (je 8,2 Prozent).
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) wies darauf hin, dass im März diesmal zwei Arbeitstage weniger vorhanden waren. „Deswegen fällt der Rückgang im Vergleich zum recht ordentlichen März 2012 besonders deutlich aus“, erklärte VDA-Präsident Matthias Wissmann.
Er erwarte, dass sich der Markt im zweiten Quartal stabilisiert. „Denn der wirtschaftliche Ausblick für Deutschland ist derzeit weiterhin robust“, so Wissmann.
