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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

„Azubi International“ lädt in den Nordwesten ein

03.09.2015

Oldenburg Auch das kleine Unternehmen „bbf sustain“ aus dem Oldenburger Technologie- und Gründerzentrum TGO bewirbt sich um den Preis für Innovative Ausbildung (PIA) der NWZ . Mit dem Preis werden Unternehmen und Kooperationen aus dem Nordwesten gewürdigt, die in der Berufsausbildung mit ihren Ideen mehr tun als das Übliche.

„Der Nordwesten bewegt sich“, überschrieb Geschäftsführer Torben Böhle von „bbf sustain“ die Bewerbung. Soeben hätten 55 Jugendliche aus Spanien, Kroatien, Rumänien und den Niederlanden im Rahmen des Projektes „Azubi International“ in Betrieben aus Oldenburg und umzu eine berufliche Ausbildung begonnen.

Böhle erläutert den Hintergrund: „Bereits vor knapp zehn Monaten wurden 61 junge Menschen von uns im Auftrag der regionalen Wirtschaft rekrutiert. Insgesamt 26 Betriebe aus Handwerk, Industrie und Tourismus haben unser Angebot der Gewinnung von Nachwuchskräften im europäischen Ausland wahrgenommen.“ Von März bis Juni erwarben die ausgewählten Azubis dann erste Deutschkenntnisse in ihren Heimatländern. Im Anschluss daran absolvierten sie ein fünfwöchiges Praktikum in den jeweiligen Betrieben. „Mit Stolz vermelden wir nun die Zahl von 55 Ausbildungsverträgen, die nach dem Praktikum unterzeichnet wurden“, sagt Böhle. Lediglich zehn Prozent der Kandidaten gingen zurück in ihre Heimatländer. „Das Ziel unserer Arbeit ist es nun, die europäischen Jugendlichen während der gesamten Zeit zu begleiten, zu betreuen und sie dauerhaft zu echten ,Fischköpfen‘ zu machen“, schreibt „bbf sustain“. Die Begleitung könne dabei ganz unterschiedlich aussehen. Von formalen Behördengängen, über Versicherungs- und Bankangelegenheiten bis hin zu Mediationsaufgaben vor Ort – oder einfach nur da sein, wenn das norddeutsche Wetter den Südeuropäern auf den Magen schlägt. Insgesamt vier sogenannte „Feel Good Manager“ kümmern sich um die Belange und Schwierigkeiten die entstehen können, wenn man weit weg von zu Hause, in einer anderen Kultur, eine Ausbildung zu durchlaufen hat.

Es gehe darum, den jungen Menschen neben allen beruflichen Hürden auch über die Schwierigkeiten der sozialen Integration hinwegzuhelfen. Sie sollen sich wohl und willkommen fühlen, und dafür will man sich im Rahmen dieses Projekts einsetzten.

Fazit: Das Projekt „Azubi International“ sei nicht nur ein Projekt das ein wirksamer Hebel gegen den wachsenden Fachkräftemangel sei, sondern auch Teil einer neuen Willkommenskultur, erklärten Böhle und Co-Geschäftsführer Ulrich Folger.

Die Nachfrage bei der hiesigen Wirtschaft sei vor dem Blick auf viele unbesetzte Ausbildungsplätze groß – so groß, dass die Partner „bbf sustain“ und die Kreishandwerkerschaft Leer/Wittmund auch für 2016 junge Menschen aus Europa für eine Ausbildung in Betrieben aus Oldenburg und umzu begeistern wollen.

Finanziert wird das Projekt über 44 Monate vom Bundesarbeitsministerium über das Programm MobiPro-EU.

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