Neuscharrel - „Der Ofen ist eine richtige Bereicherung für das Dorf“, findet Heimatvereinsvorsitzender Werner Fuhler aus Neuscharrel. Am 24. November 2012 wurde das Backhaus, das sich in der Nähe der Grundschule, beim Pfarrheim in Neuscharrel befindet, feierlich eingeweiht.

Bevor der Heimatverein das Backhaus mitten im Ort eröffnete, hatte er zeitweise einen Ofen als Mietobjekt bei einem Bauern in Benutzung, bis dieser schließlich Eigenbedarf anmeldete, so Fuhler.

Die NWZ  fragte nun nach, wie das Brotback-Angebot von den Bürgern angenommen werde. „Wir verkaufen so gute 100 bis 120 Brote auf Bestellung“, sagt Fuhler. Drei- bis viermal im Jahr feuern er, Manfred Theilmann und Bernd Janssen vom Heimatverein den Ofen an. „Die Laibe holen wir vom Bäcker. Wir wollen keine Konkurrenz sein“, erklärt der Vorsitzende.

Dabei sind Fuhler und Theilmann offiziell als „Bäckermeister ehrenhalber“ und „Bäckerbursche“ im Einsatz. Die Titel wurden ihnen bei der Einweihung im Namen der Neuscharreler Handwerkerschaft von Bäckermeister Hans-Hermann Engbers und Ehefrau Brunhilde verliehen.

Neben dem Steinofenbrot haben die Männer zum Erntedank auch Kuchen im Angebot. „Das ganze Dorf kommt dann im Jugendheim zusammen“, berichtet Fuhler. Für Vereine bietet der Heimatverein auch Spießbraten im Ofen an. Zur Weihnachtszeit sollen dann Stutenkerle gemacht werden, berichtet er.


Auch Pizzaduft strömte schon beim Dorffest aus dem Ofen. „Die Pizza ging weg wie warme Semmeln“, so Fuhler. Nun habe der Jugendtreff in Neuscharrel bereits angefragt, ob zur Generalversammlung der 40 bis 50 Jugendlichen ebenfalls Pizza gebacken werden könne.

Kommende Brotback-Termine setzt der Heimatverein an folgenden Tagen an: Sonnabend, 15. März und 7. Juni sowie Sonntag, 12. Oktober.