Rethorn - Rethorns Backhaus war am Sonntag gleich mehrfach zu bewundern. Vor dem Original stellte Hobbykünstler Peter Bock mehrere Aquarelle aus, die das Schmuckstück an seinem heutigen Standort sowie – noch unrestauriert – an seinem früheren Platz auf dem Hof Spradau zeigen. Der Anlass der kleinen Schau: Der Ortsverein Rethorn veranstaltete seinen 23. Backtag.
Als Nachbar des Hofs Spradau erinnere er sich noch recht gut an die frühere Nutzung des 4,50 mal 4,95 Meter großen Fachwerk-Baus, erzählte Bock. Unterm Dach hätten Tauben ihr Domizil gehabt, unten sei der vordere Trakt als Waschküche und Werkstatt, der hintere als Räucherkammer genutzt worden. 1980, als das Backhaus einem anderen Bauvorhaben im Wege stand, kaufte Otto Schröder das Gebäude und lagerte die Bestandteile zunächst ein. 2002 wurde es dann vom Ortsverein an seinem jetzigen Standort wieder zusammengesetzt.
An dem Backtag wurden durch Bäckermeister Peter Finke und ein eingespieltes Team von Helfern etwa 150 Brote sowie 30 Bleche mit Butterkuchen gebacken. Bei dieser Größenordnung habe sich die Produktion eingependelt, berichtete Vorsitzender Jörg Thielhelm. Vielleicht könne man theoretisch noch etwas mehr backen, aber die Menge allein sei nicht entscheidend. Dem Verein komme es auf das Miteinander an – „Backen und Schnacken“ eben.
