BAD ZWISCHENAHN - Mit einem Gottesdienst in der St.-Johannes-Kirche und einem Empfang im Haus „Feldhus“ wurde Sonnabend Peter Tobiassen als Leiter des Evangelischen Bildungswerkes Ammerland eingeführt. Nach mehr als 30 Jahren Tätigkeit bei der „Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer“ in Bremen zog es den 56-Jährigen vergangenes Jahr nach Westerstede, wo er die Geschäftsführung des Bildungswerkes übernommen hat.
Seit gut neun Monaten ist der „weltliche Christ“, wie Tobiassen sich selbst beschreibt, bereits in der Funktion als Geschäftsführer tätig. Mit dem Erhalt der Ernennungsurkunde wurde er jetzt auch der Öffentlichkeit vorgestellt.
Freiheit zentraler Begriff
Zu seiner Amtseinführung fanden sich viele Gäste ein. Sowohl Mitarbeiter des Evangelischen Bildungswerkes als auch Repräsentanten der Ev.-luth. Kirchengemeinde Zwischenahn und Vertreter der Evangelischen Erwachsenenbildung (EEB) Niedersachsen, Dachorganisation der Evangelischen Bildungswerke und -stätten, fanden sich zur Begrüßung ein.
Während die Ernennungsurkunde im Rahmen des Gottesdienstes überreicht wurde, ließen verschiedene Redner im Haus „Feldhus“ den Werdegang von Tobiassen Revue passieren. Dabei wurde deutlich, dass „Freiheit“ der zentrale Begriff im Denken und beruflichen Handeln von Tobiassen ist. So hatte sich der gelernte Sozialarbeiter über drei Jahrzehnte lang für die Belange von jungen Männern eingesetzt. Der Vater zweier erwachsener Töchter betont: „Die Vermittlung von Bildung ist wichtig, um den Menschen in die Lage zu versetzen, frei und verantwortlich am Leben in der Gesellschaft teilhaben zu können und entscheidungsfähig zu werden.“
„Grenzspaziergang“
Als „einen geduldigen Menschen, der unheimlich viel weiß“ und als einen „loyalen Mitarbeiter, der zu der Sache steht und mit vollem Herzen dabei ist“, lobte Pastor Wilhelm Niedernolte, Leiter der Evangelischen Erwachsenenbildung Niedersachsen, den Geschäftsführer. Der Vorsitzende des Fördervereins des Ev. Bildungswerkes Ammerland und geschäftsführende Pfarrer der gastgebenden Kirchengemeinde Zwischenahn, Rainer Theuerkauff, beschrieb den Umfang der Arbeit, der vom Evangelischen Bildungswerk geleistet wird: So wurden im vergangenen Jahr gut 11 000 Unterrichtsstunden mit mehr als 400 Bildungsmaßnahmen für rund 5000 Teilnehmern von rund 60 ehrenamtlichen Mitarbeitern und Honorarkräften angeboten.
Diese erfolgreiche Arbeit möchte Tobiassen weiterführen, wobei die Friedensarbeit verstärkt mit einfließen soll. So wird etwa für den 3. Oktober ein „Grenzspaziergang“ vorbereitet, bei dem Gespräche mit in der DDR Inhaftierten im Mittelpunkt stehen.
