BAD ZWISCHENAHN - Obwohl Karneval und Fasching im norddeutschen Raum nur wenig kulturell verankert sind, hält der Zwischenahner Gemeindeverband der CDU an seiner Tradition fest und lud zum „Aschermittwochs-Heringsessen“ in den „Ohrweger Krug“ ein.
Als Gäste begrüßte Gemeindeverbandsvorsitzender Peter Kellermann-Schmidt unter anderem den parlamentarischen Staatssekretär Thomas Kossendey, MdB Astrid Grotelüschen (Wesermarsch), Landrat Jörg Bensberg, die Fraktionsvorsitzenden Jann Lübben (Kreistag) und Jochen Finke (Gemeinderat) sowie den stellvertretenden Bürgermeister Hermann Peters. Er appellierte an die Politiker, Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit mit eigenem guten Beispiel vorzuleben und durch Taten zu überzeugen.
Gastredner war der Oldenburger Ikea-Geschäftsführer Ralf Möller, der einen Blick hinter die Kulissen des weltgrößten Möbelhauses gewährte. So habe der mittlerweile 83-jährige Ikea-Gründer Ingvar Kamprad im Jahre 1943 die Vision gehabt, ein breites Sortiment von Einrichtungsgegenständen zu günstigen Preisen anzubieten, damit sich möglichst viele Menschen das leisten konnten, erläuterte Möller. Der erste Katalog sei 1951 erschienen.
2008 beschäftigte das Unternehmen weltweit 127 000 Mitarbeiter, davon 99 700 in Europa, und registriere jährlich 590 Millionen Kunden. Die Oldenburger Filiale verzeichne jährlich 1,9 Millionen Besucher. Vertrieben würden mehr als 10 000 Produkte. Der Katalog erscheine in 27 Sprachen und habe eine Gesamtauflage von 198 000. Die 45 deutschen Einrichtungshäuser hätten im vergangenen Jahr 3,34 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Um Kundeninformationen zu sammeln, fänden drei Befragungen im Jahr statt. Auch würden, um das Kundenverhalten besser zu erforschen, „diskrete Beobachtungen“ durchgeführt. Das Ikea-Konzept werde weltweit eingesetzt, daher sehe jedes Ikea-Geschäft vom Aufbau fast gleich aus. Restaurants seien seit 1960 in den Einrichtungshäusern integriert und dienten auch als „Marketing-Instrument“. Das Oldenburger Restaurant verfüge über 570 Plätze. Dort würden täglich bis zu 2 000 Frühstücke verkauft.
