BAD ZWISCHENAHN/EMDEN - Die Upstalsboom Hotel + Freizeit GmbH (Emden) will in den kommenden fünf Jahren kräftig expandieren. Der Umsatz, zuletzt rund 23 Millionen Euro pro Jahr solle bis 2014 in einen „hohen zweistelligen Millionenbereich“ gesteigert werden, sagte Geschäftsführer Bodo Janssen am Freitag in Bad Zwischenahn.

„Nach einer Phase der Konsolidierung wollen wir 2009 durchstarten und unsere Position als Marktführer im Norden kontinuierlich ausbauen“, sagte Janssen, der gemeinsam mit seiner Schwester Insa seit 2005 das Unternehmen führt.

An der Ostsee seien etwa neue Hotelprojekte in Boltenhagen und Kühlungsborn sowie auf Usedom mit einem Investitionsvolumen von 70 Millionen Euro geplant. An der Nordseeküste werde vor allem die Übernahme bestehender Privathotels, die altersbedingt einen Nachfolger suchten, vorangetrieben. Die ersten Verträge mit zwei Hotels auf den Ostfriesischen Inseln stünden kurz vor dem Abschluss.

Die aktuelle Finanzkrise sieht Upstalsboom sogar eher als Chance denn als Risiko. „Sie wirkt sich nicht negativ aus“, sagte Insa Janssen. Sowohl bei Investitionen in der Region als auch beim Trend zum Deutschlandtourismus zeichne sich eine positive Entwicklung ab. Es gebe eine „Renaissance für Deutschland“.

Allerdings müsse man sich bei seinen Angeboten auch dem sich verändernden Markt anpassen. Neben der konsequenten Ausrichtung auf Qualität wolle Upstalsboom verstärkt Angebote für bestimmte Zielgruppen anbieten. Janssen verwies etwa auf das deutschlandweit erste Allergikerhotel in Heringsdorf auf Usedom oder ein ökologisch ausgerichtetes Resort-Hotel in Wremen bei Cuxhaven.

Aktuell verfügt Upstalsboom (500 Mitarbeiter) über zehn Drei- bis Fünf-Sterne-Hotels sowie 600 Ferienwohnungen und -häuser mit 1500 Betten. Die Zahl der Gäste sei 2007 im Vergleich zu 2006 um vier Prozent auf mehr als 200 000 gestiegen. Die Auslastung habe bei 72,4 Prozent gelegen (Branchenschnitt: 68 Prozent), so die Geschäftsführung.