BAD ZWISCHENAHN - „Ich bemühe mich immer darum, den vielen Bürgern, die sich über die Bauarbeiten an unserer Entlastungsstraße informieren, komplexe Sachverhalte auf einfache Art und Weise zu erläutern. Anhand dieser Konstruktion kann man anschaulich verdeutlichen, was im Spätherbst auf unserer Großbaustelle passiert“, sagt Bernd Hollwege vom Tiefbau- und Grünflächenamt der Gemeinde Bad Zwischenahn. Der Diplom-Ingenieur hat zwei weiße Zollstöcke auf dem Tisch im Baubüro aufgestellt, die zwei 500-Tonnen-Autokräne darstellen sollen. An ihren „Haken“ hängt eine Eisenbahnbrücke. Diese soll auf ein Bahngleis (Hollweges gelben Zollstock) gesetzt werden.
Die neue Eisenbahnbrücke und das Trogbauwerk sind das „Herz“ des Millionenprojektes „Vollendung der innerörtlichen Entlastungsstraße“. Auch wenn die Bahnbrücke erst im November ins Gleis gehoben werden soll, wurden erste Bahnbrückenteile bereits jetzt nach Bad Zwischenahn geliefert. Bis Ende Juli werden alle Brückenteile auf der Baustelle sein. Anschließend werden sie verschweißt und lackiert. Hergestellt wird die 46 Meter lange und 200 Tonnen schwere Eisenbahnbrücke von einer Firma in der Nähe von Görlitz; Mitarbeiter der Bahn begleiten den Produktionsprozess. Genauestens geplant sei jetzt bereits das Einsetzen der Brücke, so Horst Hickstein, Bauüberwacher der Bahn auf der Zwischenahner Baustelle. Für die Aktion werde die Bahnstrecke vom 5. bis 8. November komplett gesperrt. „Auch Bürgern wollen wir ermöglichen, dieses besondere Ereignis zu beobachten“, ergänzt Hollwege. Näheres werde man in nächster Zeit planen.
Gestalt angenommen hat das Trogbauwerk. Unmengen von Stahl und Beton wurden in den vergangenen Monaten verarbeitet. Die Betonsohle – die Schwerlastsohle – ist bereits fertig, derzeit wird an den Trogwänden gearbeitet.
