BAD ZWISCHENAHN - Ein solidarischer Zusammenschluss von Frauen, die an Krebs erkranken, ist die „Frauenselbsthilfe nach Krebs“. In Zwischenahn war die Landesverbandstagung.
Von Helmut Hogelücht
Nach der schlimmen Diagnose „Krebs“ fühlen sich viele Betroffene plötzlich allein gelassen. Die „Frauenselbsthilfe nach Krebs“ will diesem Gefühl entgegen wirken und unterstützt erkrankte Frauen. Auch will diese Selbsthilfegruppe die „Krankheit Krebs aus der Tabuzone heben“, dabei Erkrankte und ihre Angehörigen auffangen.
Drei Tage lang war die Bildungs- und Freizeitstätte der Arbeitnehmerkammer Bremen, Zum Rosenteich, Schauplatz der 71. Landesverbandstagung, zu der rund 75 Teilnehmer aus 34 niedersächsischen Gruppen angereist waren.
Fachvorträge, unter anderem über ein sicheres Auftreten mit der Krankheit sowie über operative Möglichkeiten einer Behandlung ergänzten das Programm der Versammlung. Zu den Referenten gehörte auch Dr. Timm Dauelsberg, Chefarzt der Bad Zwischenahner Klinik für Onkologische Rehabilitation, der über die Möglichkeiten der Nachsorge und Komplementärmedizin bei einer Krebserkrankung sprach.
Zwischenahns Bürgermeister Dr. Arno Schilling begrüßte die Tagungsteilnehmerinnen, stellte die Bedeutung dieser Selbsthilfegruppe heraus und lobte das ehrenamtliche Engagement der Vorstandsmitglieder, die betroffene Frauen kostenlos beraten und unterstützen. Auch, so Schilling, sei diese Tagung „am richtigen Platz“, denn die Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit sei ein zentrales Thema in Bad Zwischenahn.
Die Landesvorsitzende Margriet Feege (Winsen/Luhe) verdeutlichte in einem „Sechs-Punkte-Programm“ das Eintreten und Helfen für Erkrankte. . „Wir kennen die Wege und Strukturen des Gesundheitssystems und wollen Betroffene befähigen, an Therapieentscheidungen und der Erreichung des Therapieerfolges mitzuarbeiten“, so Margriet Feege.
Bei Fragen stehe die nächste örtliche Selbsthilfegruppe in Oldenburg mit Dr. Margarete Kramer (0441/ 9608460) zur Verfügung. Informationen gebe es zudem im Internet.
