BAD ZWISCHENAHN - Niedersachsen verfügt über zahlreiche besonders leistungsfähige Milchwirtschaftsbetriebe. Das wurde am Mittwoch bei der Verleihung des „Milchlandpreises 2010“ der Niedersächsischen Milchwirtschaft in Bad Zwischenahn deutlich. Damit wurden die betriebswirtschaftlich besten 19 der 12 500 Milcherzeuger im Land geehrt.
Die „Goldene Olga“ als Spitzenpreis geht in diesem Jahr an die Familie Evers in Rethem-Moor (Kreis Soltau-Fallingbostel“). Ihr Betrieb darf sich „Bester Milcherzeuger Niedersachsens“ nennen. Evers erhielt den Preis (einschließlich 3500 Euro) aus den Händen des Niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister. 2009 war der Preis an den Betrieb Oltmanns in Klein Scharrel (Ammerland) gegangen.
Den zweiten Platz („Silberne Olga“/2000 Euro) erreichten Luise, Walter und Lars Bunge aus Stemwede-Niedermehnen im Landkreis Minden-Lübbecke, den dritten Platz („Bronzene Olga“/1500 Euro) bekamen Elke und Ralf Schröder aus Worpswede im Kreis Osterholz.
Aus dem Raum Oldenburger Land/Ostfriesland schnitt der Betrieb von Sigrid und Heino sowie Antje und Holger Hots aus Westerstede am besten ab – auf Platz vier. Weitere Höfe kamen unter die besten 19 (siehe Info-Kasten unten).
Ministerpräsident McAllister (CDU) zeigte sich „beeindruckt“ von der Leistungskraft der Betriebe und rief sie auf, sich aufzustellen für die Zeit nach dem Auslaufen der Milchquote.
Agrarministerin Astrid Grotelüschen (CDU) lobte die prämierten Betriebe. Sie hätten die Fähigkeit bewiesen, erfolgreich zu managen. Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft lenke mit dem Wettbewerb den Blick auf diese leistungsstarken Betriebe. Grotelüschen hob deren „Offenheit“ hervor. Auch Gastgeber Peter Cornelius, Vorsitzender der Landesvereinigung, lobte die Bereitschaft, Einblicke zu gewähren. Viele der bisher 165 prämierten Betriebe hätten den Mut zu Erweiterungen gehabt.
Landvolk-Präsident Werner Hilse zeigte sich erfreut über die wieder positive Tendenz beim Milchpreis. Er betonte auch im Hinblick auf die Diskussion um die künftige EU-Agrarpolitik, die Betriebe bräuchten „Kontinuität“ beim Einkommen.
