BAD ZWISCHENAHN - BAD ZWISCHENAHN/AS - Bei Referaten zum Thema „Erfolgreicher Einsatz von Mitarbeitern im Ausland“ will es der Arbeitgeberverband Oldenburg (AGV) nicht belassen. Hauptgeschäftsführer Jürgen Lehmann kündigte an, dass ein ständiger Arbeitskreis für den Erfahrungsaustausch gegründet werden solle.

Von den rund 550 Mitgliedern des Verbandes sind rund zehn Prozent schon mit dem Thema Auslandseinsatz befasst, damit erklärt sich auch das Interesse am „Oldenburger Symposium“ in Bad Zwischenahn. Hier standen gestern die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Vordergrund – vom Arbeits- bis zum Kündigungs- oder auch Steuerrecht. Christoph Schmedding, Syndikus beim Arbeitgeberverband, warnte, Details aus dem deutschen Blickwinkel zu betrachten. „Das Unternehmen muss sich unbedingt vorher informieren, welche besonderen Regeln vor Ort gelten“, merkte auch Oliver Wiethaus an. Er arbeitete früher für den Arbeitgeberverband in Oldenburg und ist inzwischen für die internationale Rechtsanwaltsfirma „Göhmann Wrede Haas Kappus & Hartmann“ tätig.

Ganz wichtig für Marc Ambrock: Dem Mitarbeiter unmissverständlich erklären, auf was er und seine Familie sich einlassen, ohne die gehe gar nichts. Der Geschäftsführende Gesellschafter der Adminex Spain International Management berät seit 1994 Unternehmen beim Gang ins Ausland. Schließlich gab Frauke Wandrey, Leiterin der Rechtsabteilung der Pelikan Gesellschaften in Hannover, einen Einblick in den internationalen Personaleinsatz. Für Dubai hätte sich von 150 Bewerbungen auf Anzeigen am Ende keine als erfolgversprechend erwiesen. Pelikan verfolge nun bei Neubesetzungen im Ausland die Strategie, Personal vor Ort zu suchen, entweder in der eigenen Gesellschaft oder per Agentur.