BAD ZWISCHENAHN - Die drei besten Milchviehhalter in Niedersachsen kommen aus dem Kreis Cuxhaven. Die „Goldene Olga“ für ihren vorbildlich geführten Betrieb ging am Mittwoch in Bad Zwischenahn an die Familie Schriefer aus Lintig, die zudem 3500 Euro Milchgeld erhielt. Die Gewinner der Preise der Landesvereinigung der Milchwirtschaft in Silber und Bronze waren der Hof Glameyer-Schlüer in Steinau und der Betrieb Haaren in Wollingst. Den fünften Platz errang die Familie Hots aus Westerstede-Petersfeld (Kreis Ammerland), und aus dem Oldenburger Land kam zudem die Familie Hanken aus Elsfleth (Kreis Wesermarsch) kam unter die besten 16.
„Die Auszeichnung mit dem Milchpreis bestätigt den herausragenden Erfolg ihrer täglichen Arbeit“, sagte Peter Cornelius, Vorsitzender der Landesvereinigung der Milchwirtschaft, bei der Preisverleihung. „Tiergesundheit, Milchqualität und ökonomischer Erfolg gehen dabei Hand in Hand.“ Angesichts dieser Leistungen zeigte er sich sicher, dass Niedersachsens Milcherzeuger nicht nur das derzeitige Preistief, sondern auch die Herausforderungen in einem liberalisierten Markt erfolgreich meistern werden.
Auch Friedrich-Otto Ripke, Staatssekretär im niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, lobte die Qualitäten der ausgezeichneten Betriebe: „Es handelt sich hier um hochmoderne, flexible und renditeorientierte landwirtschaftliche Unternehmen.“ Und Johann Arendt Meyer zu Wehdel, Vizepräsident des Landvolkverbandes Niedersachsen, bemerkte, „die unterschiedlichen Betriebsstrukturen der 16 Preisträger zeigen, dass es verschiedene Wege zum Erfolg gibt“.
Für die Beurteilung der Kandidaten stand die vorbildliche und erfolgreiche Betriebsführung im Vordergrund. Jeweils ein Erzeugerberater und ein Landwirt prüften jeden Hof einen Tag lang auf Herz und Nieren. Doch den Juroren war ebenfalls wichtig, dass die Bewerber gesellschaftliche Verantwortung beispielsweise durch ehrenamtliches Engagement übernehmen.
