BAD ZWISCHENAHN - „Die Vorschläge des Freie Wähler- Ratsherrn Wolfgang Sindermann zur Sanierung des Haushaltes auf Kosten der Beschäftigten der Gemeindeverwaltung sind abstrus und haltlos“. Mit diesen Äußerungen weist der Sprecher der Kommunalgewerkschaft Komba, Oliver Haupt, die am Freitag in der NWZ veröffentlichten Vorschläge von Sindermann empört zurück.

„Herr Sindermann sollte sich vor seinen Äußerungen rechtlich informieren, dass nicht einfach mit Personalräten über die Streichung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld für die Beschäftigten in Bad Zwischenahn verhandelt werden kann. In Deutschland schließen Gewerkschaften Tarifverträge ab. Selbst für den Fall, dass die Gemeinde aus dem kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) austreten würde, bleiben die tariflichen Absicherungen von Urlaubs- und Weihnachtsgeld in der Nachbindung gemäß § 3 Tarifvertragsgesetz“, so Oliver Haupt. Der Austritt aus dem Kommunalen Arbeitgeberverband würde innerhalb der Belegschaft zu erheblicher Unruhe führen, so Haupt weiter. „Ein idealer Nährboden für Neid und Missgunst würde entstehen. Die Leistungsfähigkeit der Kommunalverwaltung in Zwischenahn wird damit auf Dauer aufs Spiel gesetzt. Nur motivierte Beschäftigte schaffen eine gute Arbeit für die Gemeinde“, stellt der Gewerkschaftssprecher fest.

Bittere Erfahrungen mit einem Austritt aus dem KAV haben laut Haupt bereits die Landkreise Diepholz und Osnabrück gemacht. Nach kürzester Zeit sei eingesehen worden, dass keine Kosten gespart, sondern im Gegenteil Mehrkosten entstanden seien. Die Landkreise seien heute wieder Mitglieder des Verbandes.