Bad Zwischenahn - Eine Million Euro, 400 000 Euro mehr als ursprünglich einmal veranschlagt, soll die Gemeinde im Jahr 2019 in die Straßensanierung stecken. Der Straßen- und Verkehrsausschuss der Gemeinde folgte in seiner jüngsten Sitzung einem Antrag der SPD-Fraktion und dem darauf aufbauenden Vorschlag der Verwaltung.
Nach dem heißen Sommer 2018 fangen die 400 000 Euro zusätzlich allerdings nur einen Teil der Schäden auf, die durch die extreme Trockenheit entstanden sind. Eigentlich hatte die SPD bezweckt, den ohnehin entstandenen Sanierungsstau von insgesamt 16 Millionen Euro bei den Bad Zwischenahner Gemeindestraßen abzubauen.
Versackungen, Löcher und Risse
Im Sommer ist allerdings unter vielen Moorstraßen der Untergrund durch Trockenheit zusammengeschrumpft, auf den Fahrbahnen haben sich Versackungen, Löcher und große Risse gebildet.
Die 400 000 Euro extra sollen verwendet werden, um den Kleefelder Weg von der Woldlinie bis zum Ende der Bebauung und einen Teilabschnitt der Straße vor dem Moor zu sanieren. Dabei soll der moorige Untergrund komplett ausgetauscht werden, um ähnliche Schäden künftig zu vermeiden.
Allerdings hat die Gemeinde auch Fördermittel für die Sanierung der Richtmoorstraße beantragt. Sollte diese Förderung bewilligt werden, müsste auch der Eigenanteil der Gemeinde aus den 400 000 Euro bezahlt werden – für beide Moorstraßen bliebe dann nicht genug Geld.
Sanierung in mehreren Abschnitten
Für 150 000 Euro will die Gemeinde 2019 die Sanierung des Portsloger Dammes und der Wildenlohslinie planen. Von 2021 bis 2024 sollen diese Straßen dann in mehreren Abschnitten saniert werden. Gesamtkosten: 6,2 Millionen Euro. Die Gemeinde rechnet mit einer Förderung von 3,66 Millionen und einem Eigenanteil von 2,54 Millionen Euro. Angesichts dieser Summen mussten einige Ausschussmitglieder schlucken. Diese Summen könne die Gemeinde nur aufbringen, wenn die Finanzlage weiter gut bleibe, mahnte Ralf Haake für die CDU. Gleichzeitig begrüßte Stefan Pfeiffer ironisch, das die „SPD inzwischen die Liebe der CDU zu den Gemeindestraßen teilt“. Karl-Heinz Bischoff, Leiter des Tiefbau- und Grünflächenamtes bestätigte, jeder Sanierungsschritt müsse für sich alleine stehen und einzeln bewertet werden können. Edgar Autenrieb (Die Linke) regte an, für die besonders belasteten Moorstraßen Gewichtsbeschränkungen einzuführen um Schäden durch schwere Landwirtschaftliche Fahrzeuge zu vermeiden. Solche Beschränkungen würden bedeuten, dass Moorflächen künftig wohl nicht mehr bewirtschaft werden könnten, entgegnete Jochen Osmers (CDU).
Für 2019 außerdem geplante Sanierungsarbeiten: Ein Teilabschnitt des Fuhrmannweges, Helle: 67 000 Euro € Zwei Teilabschnitte der Heinrichstraße, Aschhausen: 122 000 €EuroEin Teilabschnitt der Weetkornstraße, Rostrup: 90 000 Euro Randstreifensanierung des Birkenwegs und des Elmendorfer Damms: 300 000 Euro €Straßensanierungen im Zusammenhang mit Tiefbauarbeiten der Gemeindewerke: 21 000 Euro.
