BAD ZWISCHENAHN - Großer Tag für den Rinderzuchtverband Weser-Ems-Union (WEU) und 297 seiner Tiere: Am Freitag wurde diese stattliche Zahl von Rindern auf dem WEU-Zuchtviehhof in Kayhauserfeld (Ammerland) auf Spezialtransporter in Richtung Aserbaidschan verladen. Dies sei die letzte von fünf Verladungen in 2011 für das Land am Kaspischen Meer, erläuterte WEU-Geschäftsführer Hartmut Zingel.

Die 297 Rinder der Milchrasse Holstein-Friesian sollen nach einer Reise von neun Tagen ankommen. Die Strecke ist 3400 Kilometer lang.

„Dabei rollen die Transportfahrzeuge nicht nonstop“, erläutert Zingel. „Entsprechend eines akribisch ausgearbeiteten und vom Amtsveterinär genehmigten Transportplans werden mehrere Rastzeiten in sogenannten Kuhhotels eingelegt.“ Dort würden die Rinder tierärztlich begutachtet. Auch die Transportdokumente müssten amtlich abgestempelt werden.

Etwa fünf Monate nach ihrer Ankunft werden die Zuchtrinder aus den Ställen der Weser-Ems-Bauern in der Region Baku ihre Kälber bekommen. Zudem geht es um Milchproduktion.

Die WEU sieht im rohstoffreichen Aserbaidschan einen wachsenden Markt. Das Land sei in diesem Jahr das Exportland Nr. 1 unter 19 Ländern, in die Rinder zum Zweck der Milchproduktion aus dem WEU-Gebiet verladen wurden: Aserbaidschan nimmt 1290 von insgesamt etwa 7500 Exportrindern ab. Möglich sei dieser Erfolg durch die guten Beziehungen zu der österreichischen Handelsagentur Wiestrading und deren engen Kontakt zu Regierungsvertretern in Baku. Dort würden auch die Qualität der Tiere und der Service geschätzt, sagt Henning Syrbe, Exportleiter der WEU.