BAD ZWISCHENAHN - Rund 4220 Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren in der Gemeinde werden in den kommenden Wochen und Monaten Post erhalten. Darin werden sie eine Einladung zur Teilnahme am Mammographie-Screening finden.
Und dieser sollten sie unbedingt nachkommen, rät Dr. Gerold Hecht. Der verantwortliche Arzt für die Screening-Region Nordwest hofft, dass Ergebnis der ersten beiden Durchgänge in Bad Zwischenahn zu steigern. Waren bei der zurückliegenden Reihenuntersuchung vor zwei Jahren 1913 Frauen gekommen, hat der Mediziner ein ehrgeiziges Ziel: 70 Prozent der Frauen (das wären 2954) sollen das kostenlose Angebot wahrnehmen, durch das Leben gerettet werden könne.
Vor zwei Jahren wurde bei 46 Frauen (2,4 Prozent) im Anschluss an die Mammografie (Röntgenuntersuchung der Brust) eine Abklärungsuntersuchung vorgenommen. In 17 Fällen (0,7 Prozent aller Teilnehmerinnen) wurde tatsächlich ein Karzinom gefunden. „Durch das systematische Screening konnte bei etlichen Frauen die Brustkrebs-Erkrankung frühzeitig erkannt und eine schonende Therapie eingeleitet werden“, so Hecht.
Der Arzt hob die hohen Qualitätsstandards des Programms hervor, betonte aber auch, dass das Screening die normale Vorsorge nicht ersetze, diese jedoch sinnvoll ergänze. „Das Screening ist in ein Netzwerk der Früherkennung, Diagnostik und Therapie eingebettet.“ Es erfolge in enger Zusammenarbeit mit der Ammerlandklinik. Wichtig sei eine regelmäßige Untersuchung alle zwei Jahre.
Der Mediziner räumte zwar ein, dass die Untersuchung nicht völlig schmerzfrei sei, da die Brust für optimale Aufnahmen zwischen Platten fixiert werden müsse. Durch eine verbesserte Ausstattung die sich an die Brust anpasse, sei die Untersuchung aber deutlich schonender geworden. „Dadurch hat die Akzeptanz und die Zufriedenheit deutlich zugenommen.“
Die Mammographie erfolgt zu dem in der Einladung genannten Termin im sogenannten Mammobil. Dieses steht bis Ende April auf dem Gelände der EWE-Netz am Reihdamm 46 – und damit an einem neuen Standort. Die Auswertung der Aufnahmen erfolgt durch zwei speziell geschulte Mediziner. Das Ergebnis liegt innerhalb von sieben Werktagen vor.
