BAD ZWISCHENAHN - Um mit Schülern über das Thema „Erneuerbare Energien“ ins Gespräch zu kommen, besuchte der bekannte Journalist und frühere Fernsehmoderator Dr. Franz Alt am Mittwoch das Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht. Im gut gefüllten Forum erläuterte er seine Thesen zur Gegenwart und Zukunft der Energiegewinnung. Dabei prophezeite er den Schülern gleich zu Beginn: „Ihr werdet das Ende des Ölzeitalters erleben“.

Bereits seit Jahren engagiert sich Alt für den Einsatz von Solarenergie. Gegenüber dem schulischen Publikum gestaltete er seine Argumente mit ebenso einfacher wie bildlicher Rhetorik. Zu seinen Kernaussagen zählten die Worte „Die Sonne schickt uns keine Rechnung“, zugleich der Titel eines seiner Bücher. Ebenso plädierte Alt für den Einsatz von landwirtschaftlichen Reststoffen sowie Schilfpflanzen. Ein Problem mit Energie gebe es nicht, lediglich müsse der Umgang mit ihr intelligenter sein, so der Journalist. Dabei bemühte er sich, den Schülern die Abkehr von Erdöl oder Kohle auch auf beruflicher Ebene schmackhaft zu machen: „Moderne Arbeitsplätze entstehen heutzutage nicht durch alte Energien, sondern Erneuerbare“. Abseits der von ihm angeschnittenen Probleme von Erdöl oder Kohlegewinnung, zeigte sich Alt optimistisch hinsichtlich der künftigen Nutzung erneuerbarer Energien. Guter Hoffnung sei er, dass Deutschland den Weg, den es mit dem Erneuerbaren Energiegesetz eingeschlagen hat, fortführe.

Im Anschluss an den Vortrag hatten Schüler und Lehrer Gelegenheit, Fragen zu stellen. Ob durch erneuerbare Energien womöglich neue Kämpfe drohen, indem die dafür nötigen Stoffe aus dem Ausland importiert werden müssten, wollte ein Schüler wissen. „Stoffe wie Silizium oder Glas gibt es überall auf der Welt“, entgegnete der Solarverfechter. Ein anderer Schüler stellte die Frage, wie sich die aktuellen Finanzkürzungen für erneuerbare Energien auf deren Zukunft auswirken. Alt zeigte sich von der Entscheidung des Finanzministers nicht beunruhigt: Die Kürzungen seien nicht so schlimm, da die Solartechnik günstiger werde.

Die schulische Veranstaltung fand im Rahmen der bundesweiten „Woche der Sonne“ statt.