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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Bäko: Bäcker in Sorge wegen Bürokratie

12.06.2014

Oldenburg Trotz vieler Herausforderungen blickt die Bäko Weser-Ems-Mitte auf ein gutes Jahr zurück. „Auch in wirtschaftlich schwieriger Zeit hat die Bäko Weser-Ems-Mitte solide gewirtschaftet und verantwortlich gehandelt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Ewald Oltmann bei der Generalversammlung des genossenschaftlich organisierten Großhandels- und Dienstleistungsunternehmens für Bäckerei- und Konditoreibedarf am Mittwoch in Oldenburg. Sorgen bereiten dem Bäckerhandwerk aber die geplanten verschärften Kontrollen von Lebensmittelbetrieben.

Mit 213,6 Millionen Euro konnte die Genossenschaft im Geschäftsjahr 2013 den zweithöchsten Gesamtumsatz in ihrer 111-jährigen Geschichte erwirtschaften. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 0,6 Prozent. Dies sei „durchaus bemerkenswert“ so Oltmann, weil die Bäko 2013 saldiert 36 Mitgliedsbetriebe weniger beliefert habe als im Vorjahr, nämlich insgesamt 699.

Auch der Jahresüberschuss von rund 2,24 Millionen Euro (2012: 2,98 Millionen) sei „zufrieden stellend“ so Oltmann. Vom Bilanzgewinn in Höhe von 1,42 Millionen Euro soll eine Dividende von acht Prozent ausgeschüttet werden.

Der Bäko-Aufsichtsratsvorsitzende Bernhard Hoppmann (Remels) sprach von „guten Kennzahlen“ und bescheinigte in Anlehnung an die bevorstehende Fußball-WM der „Bäko-Mannschaft“ eine „meisterliche Leistung“.

Mit Sorge blicken indes sowohl Oltmann und Hoppmann als auch die 76 anwesenden Bäcker und Konditoren auf die geplanten Änderungen in Sachen Lebensmittelkontrolle und -information und den bürokratischen Mehraufwand. Im Hinblick auf die Lebensmittelinformationsverordnung, die am 13. Dezember in Kraft treten soll, sprach Oltmann von einem „Verwaltungsmoloch, den der einzelne Betrieb nur mit größten Mühen managen kann“.

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Der als Referent geladene niedersächsische Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Christian Meyer (Grüne), verteidigte zwar die Notwendigkeit von Kontrollen, zeigte sich aber offen für die Sorgen der Bäcker. „Wir wollen eine praktikable Umsetzung, die nicht übertrieben ist“, sagte er im Hinblick auf die geplante EU-weite Verordnung.

„Das Anliegen der Landesregierung ist es, kleine und mittlere Betriebe zu stärken“, betonte Meyer. Ziel sei nicht ein Mehr an Kontrollen, sondern eine gerechtere Verteilung. Dies bedeute etwa verstärkte Kontrollen im Futtermittelbereich und eher bei Großbetrieben als beim kleinen Handwerksbetrieb.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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