Oldenburg - Die Sicherheit der Badegäste sieht Bäderbetriebschef Carl-Stephan Matti gefährdet. Matti habe immer wieder feststellen müssen, dass die Aufsichtskräfte nicht ab ihrem zugeteilten Arbeitsplatz sind oder waren.

Matti reagiert in seiner Stellungnahme auf eine NWZ -Veröffentlichung vom Sonnabend, in der über die Rettung eines Schwimmers im Flötenteichbad berichtet wurde. Ein Schwimmmeister sei während des Vorfalls nicht zu sehen gewesen, hieß es darin. Matti: „Tatsächlich waren drei Aufsichtskräfte gleichzeitig im Dienst, zwei für den Beckendienst und ein weiterer Mitarbeiter unter Kontrolle des Schichtführers im technischen Dienst (zu dem genannten Zeitpunkt als Ersatz im Aufsichtsdienst). Zwei weitere Mitarbeiter waren zusätzlich anderen Bereichen zugeteilt.“ Zudem sei für den Einsatz zusätzlichen Personals oder von Aushilfen der Schichtführer verantwortlich. Ein Rahmendienstplan regele die Grundabdeckung.

„Trotz aller Bemühungen kommen die Mitarbeiter ihren Pflichten nicht nach“, schreibt der Bäderbetriebschef weiter. In einigen Fällen (z. B. als die Aufsichtskraft im Schwimmmeisterraum auf seinem Handy ein Fußballspiel angeschaut hat) habe er arbeitsrechtliche Schritte einleiten müssen.

Durch das Verhalten der Mitarbeiter habe Matti in diesem Jahr zudem zwei Aufsichtsabteilungsleiter mit fast identischen Aussagen („Die Mitarbeiter ziehen nicht mit und boykottieren und sabotieren jegliches Ansinnen“) verloren. Oder ein Fachmann habe ihm nach einer eintägigen Besichtigung mit den Worten „Mit dieser Truppe niemals, selbst wenn Du 50 000 € drauflegst!“ einen Korb gegeben. „Und dies ist der Grund meines beruflichen Wechsels nach Weil am Rhein“, erklärt Matti.

Thomas Husmann
Thomas Husmann Redaktion Oldenburg