Hude - Wer auf den Bahnsteig möchte, muss Treppen steigen – und das voraussichtlich noch eine ganze Weile. Denn die Fertigstellung der Aufzüge am Huder Bahnhof verzögert sich weiter. „Voraussichtlich Ende Juli“ ist die Prognose von Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis. Ursprünglich sollten die Aufzüge schon seit Ende März Fahrgäste zu ihren Zügen bringen. Der Termin zur Inbetriebnahme wurde dann auf Ende Mai verschoben. Nun ist der Mai mittlerweile auch so gut wie vorüber.
Schuld an den Verzögerungen sei aber der Hersteller der Aufzüge. Jetzt müssten eben noch einige Restarbeiten erledigt werden. Unter anderem wird die Elektronik durchgemessen, die Software zum Betrieb der Aufzüge wird überprüft und die Notrufeinrichtungen werden auch noch einmal genau unter die Lupe genommen.
Wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, müssen sich die Bahnfahrer aber immer noch etwas gedulden. Denn dann wird die ganze Anlage von der Feuerwehr überprüft. Sie soll sicherstellen, dass die so genannte „Entfluchtung“, also die Möglichkeit zur Evakuierung im Notfall, gewährleistet ist. Der Termin dafür stehe aber bereits.
Die Sanierungsarbeiten am Bahnhof begannen im März vergangenen Jahres. Neben der Einrichtung von Aufzügen wurden unter anderem die Gleise abgesenkt, die Beleuchtung erneuert und der Wetterschutz verbessert. Insgesamt nahmen die Deutsche Bahn, der Bund und die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen für den Umbau gemeinsam rund vier Millionen Euro für den Umbau in die Hand. Die Umbauarbeiten sind Teil des Programms „Niedersachsen ist am Zug II“.
