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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Bahnhöfe sollen schöner werden

29.04.2017

Berlin Neue Rolltreppen, Aufzüge, Anzeigetafeln und Bänke: Die Deutsche Bahn will in den kommenden fünf Jahren 5,5 Milliarden Euro in ihre Bahnhöfe investieren. Damit steigen die Ausgaben auf Rekordniveau, teilte der Bundeskonzern am Freitag mit.

So werden die Hauptbahnhöfe von Dortmund, Münster, Frankfurt, München und Stuttgart umgestaltet. Auch eine Reihe mittelgroßer und kleinerer Bahnhöfe soll modernisiert werden.

„Nach der Investitionsoffensive in das Netz folgen nun die Bahnhöfe“, sagte Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla. Ziele seien Barrierefreiheit, eine höhere Aufenthaltsqualität, digitaler Service und zuverlässigere Aufzüge und Rolltreppen.

Im Herbst sollen die ersten der 82 größten Bahnhöfe neue Empfangsschalter bekommen. Die neue „DB Information“ wird mehr Monitore sowie Selbstbedienungsterminals bekommen – das soll lange Warteschlangen für die persönliche Beratung am Tresen verhindern. Der Prototyp des weiß leuchtenden Zylinder-Baus wird derzeit am Berliner Südkreuz getestet. In Augsburg wird ab Mai getestet, ob die gelben Fahrplan-Aushänge durch Bildschirme ersetzt werden können, die dann auch Verspätungen und andere Hinweise abbilden.

In vielen Bahnhöfen werden seit 2016 die Toiletten renoviert, Anfang 2018 soll die Arbeit in den 100 meistbesuchten Bahnhöfen fertig sein. Die Sanitäranlagen sollen frischer und einladender wirken, teilte die Bahn mit. Sie arbeitet dabei weiter mit den Betreibern Sanifair und Hering Sanikonzept (rail & fresh) zusammen. Sie verlangen wie in Raststätten für Toilettengänge Gebühren. Die Bahn verweist Kritiker der Bezahl-Klos darauf, dass sie nicht verpflichtet sei, Bahnhofstoiletten vorzuhalten.

Ab Juli sollen Bahnhöfe zielgerichteter gereinigt werden. Geplant ist auch, dass Kunden an den größten Bahnhöfen Verschmutzungen über den Handy-Mitteilungsdienst Whatsapp melden. Dazu laufen Tests u.a. in Hannover.

Seit 2010 habe die Bahn ihre Bahnhöfe für durchschnittlich 800 Millionen Euro saniert und instandgehalten. In diesem Jahr liegt die Summe bei 900 Millionen, in den nächsten Jahren dann durchschnittlich bei über einer Milliarde Euro. Dabei sind jeweils Fördermittel von Bund und Ländern für Barrierefreiheit enthalten. Insgesamt betreibt sie 5400 Bahnhöfe. An gut drei Vierteln kommen Reisende stufenfrei zum Zug.

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DB | Deutsche Bahn | Sanifair | Bund