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– Der Informationsservice auf den Huder Bahnsteigen scheint nicht gerade die Stärke der Deutschen Bahn zu sein. So sind seit Jahren die Zugzielanzeiger, an denen Reisende die Abfahrtszeit und den Zielort des nächsten Zuges ablesen können, defekt. Hier fordert der Regionalverband Oldenburg-Land des Fahrgastverbandes „Pro Bahn“ die Bahn dringend zur Abhilfe auf.Wie aus einer Mitteilung des stellvertretenden Vorsitzenden Hans-Jürgen Backer (Wüsting) hervorgeht, waren die Informationskästen bisher zumindest provisorisch mit dem Hinweis „Bremen“, „Oldenburg“ oder „Nordenham“ beschriftet, allerdings ohne Abfahrtszeit. Das war bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2005 immerhin eine kleine Hilfestellung, da die Züge zu den ausgeschilderten Städten immer vom selben Gleis abfuhren.
Das hat sich mit dem 11. Dezember allerdings teilweise geändert, denn vom Gleis 10 (das ist nördlich des Bahngebäudes) fahren die Züge seither nicht mehr nur nach Nordenham ab, auch die von Nordenham kommenden und nach Bremen weiterfahrenden starten von diesem Gleis.
Diese Änderung hat nach Auffassung von „Pro Bahn“ zur Folge, dass die Fahrgäste, wenn es sich nicht gerade um Pendler handelt, verunsichert sind. Sie können wegen der fehlenden Information am Zugzielanzeiger auf Anhieb nicht mehr erkennen, ob der am Bahnsteig ankommende bzw. haltende Zug nun in die eine oder in die andere Richtung unterwegs ist.
Auch die Jungen Liberalen (Julis) Oldenburg-Land kritisieren die fehlenden Hinweistafeln. Bei einem Gespräch mit dem Oldenburger Bahnchef van Häfen erfuhren sie, dass es keine neuen elektronischen Fahrgastanzeigen geben wird, da sich solche Investitionen nicht rechneten. Die Kunden müssten mit den Fahrplänen in den Schaukästen Vorlieb nehmen. Die zusätzlichen Durchsagen auf den Gleisen seien jedoch keine große Hilfe für die Reisenden, meint der Kreispressesprecher der Julis, Dirk Romey aus Hude. „Auf den Bahngleisen werden die Züge nur sehr schlecht angekündigt und bei Abfahrtsänderungen herrscht viel Durcheinander“, so Romey. Nach Ansicht der Jungliberalen sollte der Huder Bahnhof als Umsteigebahnhof eine größere Berücksichtigung bei der Vergabe von Investitionen erhalten.
Auf Nachfrage der Julis, wann mit einem barrierefreien Bahnhof in Hude zu rechnen sei, hieß es, dass man noch die Entscheidung der zuständigen Landesregierung in Hannover abwarten müsse.
