Oldenburg - Auch im künftigen Aufsichtsrat des Oldenburger Energieunternehmens EWE sollen nach dem Willen der kommunalen Anteilseigner wieder externe Wirtschaftsvertreter sitzen. Wie Heiner Schönecke, Geschäftsführer des EWE-Verbands, auf der Verbandsversammlung am Freitag mitteilte, haben die Kommunen für die Hauptversammlung am 9. Mai Henning Deters, Vorstandsvorsitzender des Gelsenkirchener Versorgungsunternehmens Gelsenwasser AG, und Jürgen Löcke, stellvertretender Verbandsgeschäftsführer des Sparkassenverbands Niedersachsen, nominiert.
Als drittes neues Mitglied für das Kontrollgremium schlugen die Kommunen Bernd-Carsten Hiebing, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender von EWE Netz und CDU-Landtagsabgeordneter aus dem Emsland, vor. In dem EWE-Verband, dem 17 Landkreise und vier Städte zwischen Ems, Weser und Elbe angehören, haben die kommunalen EWE-Eigner (Anteil: 84 Prozent) ihre Interessen gebündelt.
Aus dem 20-köpfigen Aufsichtsrat ausscheiden werden – wie bereits bekannt – der bisherige Vorsitzende Dr. Stephan Andreas Kaulvers, früherer Vorstandschef der Bremer Landesbank, Dr. Frank Mastiaux, Vorstandschef des Karlsruher Energieversorgers EnBW, sowie Peter Meiwald, Bundestagsabgeordneter der Grünen aus dem Ammerland. Wie bereits vor einigen Wochen berichtet, soll Bernhard Bramlage, von 2001 bis 2016 Landrat im Landkreis Leer, nach Informationen dieser Zeitung auf der Hauptversammlung zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt werden.
Die Verbandsversammlung billigte auf ihrer Sitzung am Freitag unter anderem auch einstimmig die Gewinnausschüttung für 2016. Demnach sollen – wie in den Vorjahren – insgesamt 60 Millionen Euro in die Kassen der 21 kommunalen Anteilseigner fließen. Die Stadt Oldenburg als größter Anteilseigner unter den Kommunen erhält davon rund 6,9 Millionen Euro, der Landkreis Wittmund als kleinster Anteilseigner 528 000 Euro.
