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Umwelt Bald führt ein Weg ins Schwarze Moor

Westerburg - Bereits seit 2010 gibt es Pläne für einen Naturerlebnispfad im Schwarzen Moor bei Westerburg, jetzt sollen sie für das Biotop an der Grenze zur Gemeinde Großenkneten in die Realität umgesetzt werden. Ab der zweiten Augusthälfte rollen Baufahrzeuge über den Grenzweg in das Naturdenkmal, um dort einen kleinen Parkplatz und einen Fußweg zu bauen.

Der barrierefreie Weg mit wassergebundener Decke soll zu einem Steg führen, von dem aus nächster Nähe die Tier- und Pflanzenwelt eines Moortümpels mit Binsen- und Seggenbeständen beobachtet werden kann. Tafeln, die über das Gebiet informieren, sollen dann 2013 aufgestellt werden. Die Planung und Realisierung des Erlebnispfades liegt in der Federführung des Landkreises Oldenburg, der dafür LEADER-Mittel erhält. LEADER ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, mit dem seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden.

Birken müssen weichen

„Das Land Niedersachsen fördert damit unter finanzieller Beteiligung der Europäischen Union die bessere Erlebbarkeit von Natur und Landschaft“, sagt Sprecher Oliver Galeotti. Die Bagger vor Ort sollen gleichzeitig auch Pflegemaßnahmen im größeren Stil vornehmen. Neben der erhofften Besiedlung des Gebietes mit vielen geschützten Pflanzenarten haben sich auch die Birken und in geringerem Umfang Kiefern stark ausgebreitet. Um den lichtbedürftigen Pflanzen der Moore und Sümpfe wie z.B. Sonnentau, Schnabelried, Sumpfbärlapp, Pillenfarn eine Chance zu geben, sei ein Entfernen der Bäume immer wieder notwendig, betont die Kreisverwaltung.

In Teilbereichen wurde dies in der Vergangenheit in Handarbeit durch engagierte Einsätze des Jugendwaldheims und der Dorfgemeinschaft Westerburg gemacht. Für die großen Birken wird jedoch maschinelle Hilfe benötigt. Durch Freischieben einzelner Bereiche mit dem Bagger entstehen mosaikartig wieder neue Flächen, die Lebensraum für die Wiederbesiedlung mit den kleinen und geschützten Arten bieten.

Großes grünes Potenzial

Da die Nachbarflächen bereits ein großes Pflanzenpotenzial aufweisen, gehen die Experten in Wildeshausen davon aus, dass die Wiederbesiedlung des freigelegten Bodens schneller als noch Mitte der 2000er Jahre stattfindet. Die Baufirma wird bei diesen Pflegearbeiten durch einen Biologen begleitet, der das Gebiet seit 2005 sehr gut kennt. So wird sichergestellt, dass die sehr sensiblen und nassen Flächen nicht geschädigt werden. Aber auch nach diesen relativ „groben“ Pflegemaßnahmen wird es in der Zukunft immer wieder nötig sein, mit Einsatz vieler Helfer den jungen Birken auf den Leib zu rücken.

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