Harpstedt - Ab der kommenden Woche soll der Delmeabschnitt von der Ortslage Harpstedt bis etwa Klein Amerika durch den Einbau von Kiesbänken und Strömungslenkern erheblich ökologisch aufgewertet werden, das teilte der Ochtumverband mit.

Begleitet würden die baulichen Aktivitäten durch die Anpflanzung von standortgerechten Schwarzerlen, heißt es weiter in der Mitteilung des Verbandes. Diese jetzt anstehenden Maßnahmen stünden ganz im Zeichen der Wasserrahmenrichtlinie. Die europäische Richtlinie, die bereits vor einigen Jahren in das deutsche und niedersächsische Wasserrecht eingeflossen sei, habe als Zielsetzung heimische Fließgewässer für die wasserabhängigen Pflanzen und Tiere zu verbessern. Durch die Kiesbänke wird das Gewässerbett der Delme stabilisiert, gleichzeitig dienen die Kiesbänke als Laichhabitat für Lachse und Meerforellen.

Die jetzt anzupflanzenden Erlenstecklinge sollen dann unter anderem in einigen Jahren, durch ihre in die Böschungen hineinragenden Wurzeln als Unterschlupf für Kleinfische und Wirbellose dienen. Diese vom Ochtumverband initiierten Arbeiten werden dankenswerterweise mit fachlicher Unterstützung des Landesfischereiverbandes Weser-Ems, des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz sowie der Niedersächsischen Landesforsten ausgeführt.

Falls die Witterung mitspielt, können die Arbeiten, die mit Mitteln des Landes Niedersachsen zu circa 90 Prozent gefördert werden, noch dieses Jahr abgeschlossen werden. Insgesamt sei mit Kosten von rund 90 000 Euro € zu rechnen, teilt Geschäftsführer Matthias Stöver mit. Die Planung und Bauleitung werde vom Ochtumverband in Eigenregie geleistet.