Sannum - Helle Schotterwege, blühende Bäume an den Wegesrändern und Vogelgezwitscher in der Luft: Der neue Naturerlebnispfad auf Gut Sannum macht bereits vor der offiziellen Einweihung am 29. Mai seinem Namen alle Ehre. Das fanden auch die Vertreter der LzO Stiftung Wildeshauser Geest und überreichten Karin Harms, stellvertretende Geschäftsführerin des Bezirksverbandes Oldenburg (BVO), am Donnerstagnachmittag einen Scheck in Höhe von 10 000 Euro.
„Das Projekt ist mittlerweile abgeschlossen“, erklärte Harms. Das Spendengeld sei also bereits verbaut. Insgesamt 262 000 Euro habe die Ausführung der Baupläne gekostet. Ein Großteil sei von Sponsoren finanziert worden.
Eine Besonderheit ist der Naturerlebnispfad vor allem für die Anwohner vom Gut Sannum. „An dem Weg können die Bewohner neue Kontakte zu Passanten knüpfen“, weiß Sabine Bolduan, pädagogische Mitarbeiterin der Pflegeeinrichtung. „Außenkontakte sind einfach wichtig – und hier findet der Kontakt gegenseitig statt.“
Damit erfüllt das Projekt „Natur erleben für alle“ bereits jetzt sein inklusives Ziel: Der Weg kann jederzeit von Besuchern mit und ohne Behinderung genutzt werden und fördert gleichzeitig das Miteinander aller Besucher.
„Vor dem Projekt sind kaum Leute von außen in das Café gekommen. Jetzt gehört es zu dem Erlebnispfad selbstverständlich dazu“, freut sich Harms über den positiven Nebeneffekt der Arbeiten. Nun warte man nur noch darauf, dass die Pflanzen des Blühstreifens zu blühen beginnen. Genutzt wird der Erlebnispfad aber schon jetzt rege: „Es ist unglaublich, wie viele Besucher herkommen“, sagt Harms. Und auch für die Bewohner des Gutes Sannum hat sich die Nutzung des Pfads schon fest in den Alltag integriert. „Ich komme oft abends her“, berichtet Birgit Höfs. „Am Waldrand hinten ist mein Lieblingsplatz.“
Und das nächste Projekt steht schon fest: ein ebenso naturnaher Weg entlang der Hunte mit Anleger für Kanu-Fahrer, verrät Harms.
