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Studienarbeit Barrierefreiheit weiter ausbauen

Peter Kratzmann Anna Lisa Oehlmann

Hude - Schon die Anreise nach Hude ist für Menschen mit Handicaps schwierig. Reisen sie mit der Bahn an und wollen vom Bahntunnel zum Ausgang Hude Süd, stehen sie vor einer beinahe unüberwindbaren Hürde: einer viel zu steilen Rampe.

Diese und weitere Problemstellen für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen ermittelten Jalda Gharagozloo und Meike Klockgether von der Jade-Hochschule in einer zweimonatigen Studienarbeit. Diese stellten die Studentinnen des Studiengangs Facility Management und Immobilienwirtschaft nun in Hude vor.

Unterstützt wurden sie von Kerstin Sonka und Martina Weisensee von der Touristik-Palette Hude.

Monika Kallisch, Vorsitzende der Touristik-Palette, freute sich zu der Präsentation auch auch Vertreter des Rates und des Behindertenrates begrüßen zu können.

Probleme am Bahnhof


„Wir haben vorher mit den Studentinnen darüber gesprochen und ihre Ergebnisse aus Nicht-Huder-Sicht mit in die Sitzung des Behindertenbeirates genommen“, berichtet Friedrich-Wilhelm Alten, stellvertretender Vorsitzender des Behindertenbeirates der Gemeinde Hude.

Jalda Gharagozloo und Meike Klockgether hatten für die Bestandsanalyse 22 Erhebungsbogen an kommunale Einrichtungen und Geschäfte verteilt. Ein Ergebnis: Rund ein Viertel beschäftigen schwerbehinderte Menschen oder Menschen mit Beeinträchtigungen.

Die gewonnenen Erkenntnisse sind auf der Internetplattform „Wheelmap“ zu finden. Grüne Symbole bedeuten „Rollstuhlgerecht“. Ein Paradebeispiel dafür sei der Verbrauchermarkt „aktiv & irma“ im Ortskern. „Die Einkaufsmöglichkeiten in Hude sind jetzt eigentlich alle barrierefrei“, berichtet Alten vom Behindertenbeirat.

Der Bahnhof sei für ihn der größte Knackpunkt. Obwohl der Bahnhof 2015 saniert wurde und gute Ansätze biete, seien neben der zu steilen Rampe am Ausgang Hude Süd noch weitere verbesserungswürdige Punkte, besonders bei den WCs und im Südbereich vorhanden, so die Studentinnen.

Auch im Zentrum von Hude gab es in puncto Barrierefreiheit einiges zu beanstanden. Im Eingangsbereich des Rathauses sowie zur Touristik-Palette fehlen automatische Türöffner und eine Gegensprechanlage. Eine Klingel ist für Rollstuhlfahrer zu hoch angebracht.

Tiefere Geldautomaten

Tiefere Geldautomaten für Rollstuhlfahrer seien bei den Banken wünschenswert.

Bei der Verkehrsführung sieht Friedrich-Wilhelm Alten noch Handlungsbedarf: Er wünsche sich größere Hinweisschilder für Sehbehinderte sowie eine ausgebaute Blindenleitführung, besonders an Ampeln.

Die gesamten Ergebnisse der Studienarbeit können gegen Druckkosten angefordert werden. Informationen gibt es bei der Touristik-Palette Hude t  04408/8090950.

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