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Ausschuss „Barrierefreiheit wird gut und teuer“

Ellen Kranz

Hude - Die barrierefreie Anbindung der Südseite des Bahnhofs Süd werde „gut und teuer“. Diese kurze Zusammenfassung lieferte Diplom-Ingenieur Heinz Mazur von der „PGT Umwelt und Verkehr GmbH“ gleich zu Beginn seiner Ausführungen am Mittwochabend im Feuerwehrhaus Hude. Er stellte in der Ausschusssitzung für Gemeindeentwicklung und Umwelt Politikern und Bürgern verschiedene geprüfte Varianten mit ihren Vor- und Nachteilen vor.

Dabei gestalte sich an der Südseite vor allem die Höhensituation anders als an der Nordseite, wodurch unter anderem die Rampe eine Länge von etwa 170 Metern erreiche, erklärte Mazur. Ein weiteres Problem würden die Bestandspläne darstellen: keiner – auch die Bahn – wisse, wie genau die Gegebenheiten seien. Erst in der nächste Planungsstufe mit Bohrungen und weiteren Nachforschungen könne dem nachgegangen werden.

Drei Aufzug-Versionen

Er präsentierte zunächst drei unterschiedliche Fahrstuhlvarianten und empfahl die Version, die im Tunnel beginnt und der Ausstieg über Eck erfolge, da dann oben am Ausgang mehr Platz wäre. Mazur: „Es ist eine einfache Baumaßnahme die wir statisch im Griff haben.“ Alle Aufzüge würden zwischen 400 000 und 500 000 Euro kosten. Schwächen lägen bei rund 15 000 Euro Betriebskosten jährlich und rund 15 Ausfalltagen, so der Ingenieur. Somit garantiere diese Variante keine 100-prozentige Barrierefreiheit, sei aber akzeptabel.

Danach stellte Mazur drei verschiedene Rampenvarianten vor, die alle rund 180 Meter lang sind und wegen des großen Höhenunterschieds einmal um die Ecke geführt werden. „Die Länge führt dazu, dass es teurer wird“, sagt Mazur. Zwei der Varianten würden eine komplett neue Rampe vorsehen und mit 1,95 beziehungsweise 1,9 Millionen Euro vergleichsweise teuer sein. „Die Unwägbarkeit der Kosten sind hier sehr hoch, weil man im Bereich der Bahn arbeiten und das Gelände sichern muss.“ Die zweite Version bestehe aus einer schmalen Rampe, einer Treppe und einer neuen Radrampe.

Bahnhofsplatz anpassen

Die dritte Rampenvariante taste das vorhandene Bauwerk nicht an und sei einfacher zu bauen, so Mazur. Wie bei den vorherigen Versionen liege der Ausgang neben der vorhandenen Treppe, nur sei sie mit rund 1,2 Euro am kostennähesten zum Fahrstuhl.


Das Problem bei all diesen Varianten seien die bis zu fünf Meter hohen Wände, meinte der Ingenieur. „Der Weg ist dunkel und verschwindet im Loch“, kritisierte Mazur die Rampenvarianten. „Es ist ein relativ gezwungenes und undankbares Bauwerk.“

Er rate zudem zu einer Anpassung des Platzes um die Bahnhofsüdseite herum und schlug einen „Langsamfahrbereich“ vor. Die einzelnen Fraktionen werden seinen Bericht nun diskutieren.

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