BARßEL - Die Vorbereitungen für die erste Typisierungsaktion in der Gemeinde Barßel für an Leukämie erkrankte Menschen laufen auf Hochtouren. Unter der Schirmherrschaft von Johannes Budde, Bürgermeister a.D., engagieren sich der Förderverein für „Kinderintensivpflege und Dauerbeatmete und Schwerstpflegebedürftige (KIDS) , die Fachintensivpflege (FIP), der Verein „Leukin“ aus Ostrhauderfehn und die Initiativgruppe „Hilfe für Fenja und andere“ mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) für eine Aktion zur Gewinnung neuer potenzieller Stammzellspender.

„Am Sonntag, 24. Februar, wird ein Team von vielen freiwilligen Helfern bereit stehen, um den Spendewilligen fünf Milliliter Blut aus der Armvene zu entnehmen. Diese Probe wird dann analysiert und mit denen vieler Leukämie-Patienten verglichen, um zu sehen, ob eine Übereinstimmung vorliegt“, sagt Johannes Budde, Vorsitzender des Fördervereins „KIDS“. Typisiert werden kann jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren.

Die Typisierung findet in der Facheinrichtung für Intensivpflege am Mühlenweg 11 in Barßel statt. Nur fünf Milliliter Blut können das Leben von Menschen retten, die an Blutkrebs erkrankt sind. Sie sind auf einen genetischen Zwilling angewiesen. Hintergrund der Barßeler Aktion war die Erkrankung der 18-jährigen Fenja aus dem Landkreis Wittmund. „Fenja hat glücklicherweise bereits einen passenden Spender gefunden“, freut sich die stellvertretende Vorsitzende von „Leukin“, Anna Fennen. Dennoch wolle man nach so einem Erfolg jetzt erst recht weitermachen, so Fennen.

Zurzeit suchen mehrere 10 000 Menschen einen Stammzellspender – Den zu finden, ist oft sehr schwer. Für sie ist die Übertragung von gesunden Stammzellen die einzige Heilungsmöglichkeit. „Irgendwo da draußen läuft ihr genetischer Zwilling herum, nun gilt es, ihn zu finden. Es ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, aber wenn man sich nicht an jeden Funken klammert, hat man schon vorher verloren“, sagt Fennen.

„Wie würde ich reagieren, oder besser gesagt, was würde ich von meinem Umfeld erwarten, wenn ein Familienangehöriger oder gar ich selber einen Spender benötigen würde? Würde ich nicht wollen und hoffen, dass sich sehr viele Menschen typisieren lassen?“, fragte Budde.


Die Organisatoren erwarten in Barßel eine große Resonanz, zumal es die erste Typisierungsaktion in der Gemeinde ist. „Sie können aber auch den Verein finanziell unterstützen. Da er für die Auswertung der Blutproben 50 Euro bezahlen muss, sind wir natürlich auch auf freiwillige Geldspenden angewiesen“, so Fennen. In den Räumlichkeiten der „FIP“ türmen sich mittlerweile rund 100 Geldspendedosen. „In den nächsten Tagen werden die Blechdosen in Barßel, dem Saterland und Ammerland verteilt und in Banken, Geschäften, Rathäusern und bei Vereinen aufgestellt. „Die erste Spendendose ist bereits voll. Rund 467 Euro kamen zusammen“, freuten sich die Organisatoren.

Der Verein hat folgendes Spendenkonto eingerichtet: Leukin, Landessparkasse Barßel, Konto 2004703, Bankleitzahl 28050100.

Mehr Infos unter www.dkms.de