BARßEL - „Wir haben im vergangenen Vereinsjahr unsere Entscheidungen einmal mehr stets zum Wohle der Kinder in der Gemeinde Barßel getroffen,“ meinte der erste Vorsitzende des Vereins für bedürftige Kinder und Jugendliche in der Gemeinde Barßel „Stöppkes“, Bürgermeister Bernd Schulte, am vergangenen Freitagabend auf der Hauptversammlung des Vereins im Rathaus. Zahlreichen hilfebedürftigen Mädchen und Jungen habe Hilfe gewährt werden können.

Diese Unterstützung sei nur dank zahlreicher Spenden und Aktionen von Firmen und Vereinen möglich geworden. Daher sei man auch in Zukunft auf diese Einnahmequellen angewiesen. Allein mit den Beiträgen der rund 60 Mitglieder wäre das nicht möglich gewesen, unterstrich Barßels Bürgermeister. So gab es Spenden beispielsweise von den Pfadfindern, vom Aktivkreis, vom Handels- und Gewerbeverein (HGV), der Landessparkasse oder der Barßeler Jägerschaft. Aber es gab auch zahlreiche anonyme Spenden.

„Mit den Einnahmen werden für die hilfebedürftigen Kinder Betten, Schuhe, Fahrräder und vieles mehr angeschafft. Geprüft wird die Hilfebedürftigkeit vor Ort in den Familien. Wir finden nicht immer einfache Situationen vor“, sagt der zweite Vorsitzende des Vereins, Pastor Thomas Perzul, der federführend zusammen mit Kassenwart Hartmut Willhaus die Verteilung vornimmt.

Die Situationen in einigen Familien hätten sich verändert. So käme die Erhöhung der Sätze für die Hartz IV-Empfänger nicht immer bei den Kindern an. Der Hilfebedarf sei nach wie vor sehr groß. Doch auch bei einer Berufstätigkeit falle es vielen Familien schwer, Anschaffungen zu tätigen, die den Kindern gut tun würden, so Pastor Perzul. 2010 lag der Schwerpunkt der Hilfe bei der Anschaffung von Fahrrädern und der Ausstattung von Kinderzimmern.

Für das laufende Jahr setzt „Stöppkes“ den Schwerpunkt auf Sommerfreizeiten und ähnliche Veranstaltungen. „Wir haben 2010 zudem den Weihnachtsmann ohne Kostümierung gespielt und 35 Mädchen und Jungen mit Weihnachtspaketen überrascht“, so der zweite Vorsitzende.


Doch diese Aktion „Wunschzettel“ wird es künftig in dieser Form nicht mehr geben. Über die Kindergärten, Schulen und die Gemeindeveraltung sollen Familien ausgesucht werden, in denen die Kinder mit Weihnachtspaketen beglückt werden sollen. „Über viele Paketspender wären wir dankbar“, sagte Pastor Perzul.